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    Zuletzt aktualisiert: 16.11.2012 um 18:29 UhrKommentare

    Elefanten-Arena: Studium der Konfrontation an der Uni

    Am 25. November wählt Graz. Am Freitagabend bat die Kleine Zeitung die Spitzenkandidaten der großen Parteien in die Arena.

    Zog das Sozial-Los: Bürgermeister Siegfried Nagl

    Foto © KANIZAJZog das Sozial-Los: Bürgermeister Siegfried Nagl

    Es ist kurz nach 21 Uhr und mit den Zusehern, die aus der Aula strömen, hallt auch ein Resümee durch die Grazer Karl-Franzens-Universität: Sie haben bestanden - die sechs Spitzenkandidaten jener Parteien, die im Grazer Gemeinderat vertreten sind. Denn in den beiden Stunden zuvor haben sie Spontanität, Fachwissen, Angriffslustigkeit und so manch überraschende Kuschelattacke geboten.

    Freitag, 18.30 Uhr: Hubert Patterer, Chefredakteur der Kleinen Zeitung, eröffnet den großen Diskussionsabend knapp eine Woche vor der Grazer Gemeinderatswahl. Er wünscht sich vor allem "Graz als Möglichkeitsform", fragt nach Ideen und Visionen. Die kann er und jeder Einzelne in der gefüllten Aula haben - und viel mehr: Denn schon in der Aufwärmrunde wird klar, dass Wahlkampf herrscht - bei aller Liebe. Jeder Spitzenkandidat wird gebeten, einen anderen vorzustellen, die Stärken zu nennen, ohne die Schwächen zu verschweigen.

    Kleine Komplimente und klare Kritik

    Ein lockerer Einstieg in eine harte Diskussion: Die Spitzenkandidaten stellen sich gegenseitig vor. Was sie aneinander schätzen. Und was ihnen aneinander weniger gefällt.

    "Die größte Stärke der Martina Schröck . . . Sie liebt Facebook und ihr Handy. Sie kommuniziert mit den Menschen. Und sie kämpft im sozialen Bereich und ist immer sehr engagiert.“ Siegfried Nagl über Martina Schröck

    "Der Gerald Grosz ist ein Rhetoriker, das erlebe ich im Gemeinderat. Inhaltlich sind wir beide schon sehr weit auseinander. Seine Schwäche ist, dass er im Gemeinderat zu frech ist.“ Martina Schröck über Gerald Grosz

    "Ich schätze Elke Kahr sehr, sie ist eine Realistin und macht die Dinge, die sie tut, gern. Wenn es um Mehrheiten geht, folgt sie leider im letzten Moment zu oft ihrem Ideal – das gefällt mir weniger.“ Gerald Grosz über Elke Kahr

    "Ich mag ihren Humor und ich mag ihre Leidenschaft für die Inhalte, die sie vertritt. Kritisch sehe ich hingegen, dass sie gewisse Entscheidungen ihrer Partei im jetzigen Programm mittragen muss.“ Elke Kahr über Lisa Rücker

    "Ich finde es gut, dass ich ihm in der Stadt manchmal auf dem Rad begegne. Nicht gut finde ich einige seiner spaltenden Inhalte, wenn es um eine Moschee geht, wenn es um zugewanderte Menschen geht.“ Lisa Rücker über Mario Eustacchio

    "Bürgermeister Nagl ist fesch anzusehen, lächelt oft und spricht huldvolle Worte – das sind seine Stärken. Aber er gaukelt vieles vor. Ich würde mir wünschen, dass er seinen Sprüchen auch gerecht wird.“ Mario Eustacchio über Siegfried Nagl

    Stärken und Schwächen

    Es folgen Lobeshymnen - wenn etwa KPÖ-Chefin Elke Kahr (KPÖ) von Lisa Rücker (Grüne) schwärmt: "Ich mag ihren Humor und ihre Leidenschaft für die Inhalte, die sie vertritt." Die aufgestellten Fernsehkameras fangen aber auch jedes "aber . . ." ein, das in der Regel kurz danach folgt - und erst recht die schonungslosen Spitzen: In Hinblick auf die Stärken der SP-Chefin Martina Schröck kommt VP-Chef und Bürgermeister Siegfried Nagl bald ins Stocken. "Ich weiß nicht, wofür sie steht. Aber da werden wir hoffentlich heute Abend noch draufkommen."

    Bernd Hecke und Klaus Höfler sind dabei gern behilflich: Die beiden Redakteure der Kleinen Zeitung moderieren diese Konfrontation - und lassen die Kandidaten für ihr Glück auch etwas tun: Lose ziehen zum Beispiel, auf denen jene sechs Themen stehen, die in diesem Wahlkampf bestimmend waren. Einer zieht und jeweils drei andere haben die Möglichkeit, darauf zu reagieren.

    Auch die Spitzenkandidaten der fünf kleineren Wahlgruppen, die erste Reihe fußfrei sitzen, können sich jeweils einmal das Mikrofon schnappen. Allein, zwei Zuseher verstehen die Einladung falsch und betreten kurzfristig mit einem "Rettet die Mur"-Plakat die Bühne.

    Den Fluss (der Diskussion) stört es nicht. Und so fischt Gerald Grosz die "Finanzen" aus dem Topf - und legt los: Auch wenn Graz eine schöne Stadt "und sexy" sei, so habe sie viele Probleme. "Sie hat vor allem Schulden, inklusive der ausstehenden Haftungen sind es weit über drei Milliarden Euro." Die Stadt müsse daher in erster Linie im eigenen Bereich sparen, etwa bei den Beteiligungen.

    Ein kurzweiliger Abend

    Mario Eustacchio (FPÖ) indes spart nicht mit einem weiteren Lösungsvorschlag: "Eine Stadt darf nicht das Füllhorn ausschütten. Zuerst muss sie ihre urbanen Aufgaben lösen, beim Verkehr, dem Wasser, dem Kanal. Erst, wenn das getan ist, kann man über andere Dinge reden, den künstlerischen Bereich etwa."

    Es ist ein kurzweiliger Abend, der auch den Politikern in der Zielgeraden eines langen Wahlkampfs entgegenkommt - "es ist einmal etwas ganz anderes", heißt es auf dem Podium.

    Das Publikum revanchiert sich - und macht aktiv mit: rote und grüne Abstimmungskarten liegen parat. Damit signalisieren die Zuseher an diesem Abend unter anderem, dass sie mehrheitlich ohne Auto zur Uni gekommen sind. Und dass sie mit großer Mehrheit auch wählen gehen werden.

    Nicht, dass Peter Filzmaier da skeptischer wäre. Aber der renommierte Politologe wirft bloß ein gar nicht so unrealistisches Szenario in den Saal: Bei entsprechend niedriger Wahlbeteiligung könne es passieren, "dass jene Partei, die letztlich auf dem ersten Platz landet, von nur 20 Prozent der Grazer gewählt wird. Und das wäre demokratiepolitisch doch sehr bedenklich".

    Gewählt wird aber auch schon an diesem Freitagabend: Zum Abschluss wird jeder Kandidat auf dem Podium gebeten, selbst einer Partei - mit Ausnahme der der eigenen - seine Stimme zu geben. Mancher ziert sich, andere belassen es bei einem weißen Blatt. Und am Ende gewinnt die KPÖ.

    Kurz nach 21 Uhr leert sich die Aula. Es war die letzte Konfrontation vor der Wahl. Alles Weitere am 25. November . . .

    SABRINA LUTTENBERGER, MICHAEL SARIA, GERALD WINTER-PÖLSLER

    Gehen Sie zur Wahl - schon heute

    Wer am 25. November verhindert ist und keine Wahlkarte beantragt hat, kann seine Stimme schon heute abgeben. Unabhängig vom Wohnort kann man in 17 Wahllokalen von 13 bis 20 Uhr wählen: Servicecenter Schmiedgasse, alle Servicestellen, Rathaus Trauungssaal, Amt für Wohnungsangelegenheiten Schillerplatz, GGZ Albert-Schweitzer-Gasse, Volksschulen Liebenau und Waltendorf, Neue Mittelschulen St. Johann und Puntigam sowie Büro Familiensozialarbeit Wienerstraße, Eckert- und Straßganger Straße. Amtlichen Lichtbildausweis nicht vergessen!

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