Nicht gut, aber gut genug
Hartberg setzte sich im Bundesliga-Derby der Herren bei schwachen Grazern mit 3:1 durch. Eine extrem hohe Fehlerquote war der Hauptgrund, warum die Grazer chancenlos waren.

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Angefressen und zornig verzogen sich die Grazer Volleyballer nach der 1:3-Heimniederlage gegen Hartberg auf schnellstem Wege unter die Dusche. Selbst der sonst eher besonnene Obmann Andreas Artl war sauer: "Wir haben über lange Zeit keinen Siegeswillen und keine Emotionen gezeigt. Das war viel zu wenig."
Zu wenig war es definitiv, was die Grazer an den Tag legten. Eine extrem hohe Fehlerquote war der Hauptgrund, warum der erste Satz mit 17:25 klar verloren ging. Graz-Trainer Martin Plessl setzte nicht weniger als zehn seiner elf Kaderspieler ein - wie auch im zweiten Satz. Zum gewünschten Erfolg führte das aber nicht. Mit 18:25 ging auch dieser Durchgang deutlich verloren.
Eine kleine Wende brachte im dritten Satz die Einwechslung von Spieler Nummer elf, Routinier und Ex-Hartberger Jochen Lanegger. Mit ihm ging ein leichter Ruck durch die Mannschaft. Mit dem 25:15 verkürzten die Grazer, ehe sie den vierten Satz trotz einer 18:16-Führung noch mit 22:25 und somit auch die Partie verloren.
Nur ein Graz-Jubel
"Wir haben heute im Angriff einen rabenschwarzen Tag erwischt. Mit so einer Angriffsleistung kann man gegen keinen Gegner bestehen", analysierte Plessl, der trotz seiner vielen Wechsel nicht den gewünschten Erfolg einfuhr. "Bis auf die jungen Anton Menner und Florian Ertl, die eine Talentprobe ablegten, hat die gesamte Mannschaft enttäuscht. Wir wollten nach der schwachen Enns-Partie zurückschlagen. Schade, dass es nicht gelungen ist, denn Hartberg war auch nicht überragend."
Das sah auch der gegnerische Trainer so. "Wir haben weniger Fehler als Graz gemacht und uns trotz des dritten Satzes nicht unterkriegen lassen. Dieser Sieg ist für unsere Entwicklung enorm wichtig", sagte Markus Hirczy, der wieder selbst im Einsatz war und die entscheidenden Punkte im vierten Satz machte. Freuen durfte sich aufseiten der Grazer nur eine Person - und zwar Eva Dumphart. Die Spielerin vom UVC-Damenteam drückte nämlich ausnahmsweise für die Oststeirer die Daumen. Der Grund: Hartberg-Zuspieler Matthias Pack ist ihr Freund.
Mit diesem prestigeträchtigen Erfolg hat Hartberg punktemäßig zu Graz (10) aufgeschlossen, bleibt aber auf Rang fünf. Bestes steirisches Team ist weiterhin die SG Weiz/Gleisdorf auf Platz drei (12), obwohl die Jovanovic-Truppe in Klagenfurt mit 2:3 (19:25, 25:16, 27:25, 17:25, 14:16) verlor.













