Kreiners Absage an den Stillstand
Neues Material, neue Motivation - Boarder-Ass Marion Kreiner hat heuer große Ziele im Visier.
SNOWBOARD. Nach der Absage des bereits traditionellen Hallen-Spektakels im holländischen Landgraaf hat sich der Saisonstart für die Alpin-Boarder heuer weit nach hinten verschoben. Erstes erwähnenswertes Rennen ist nun der Europacup am 8. und 9. Dezember im steirischen Lachtal, der zugleich als österreichische Meisterschaft gewertet wird. Der Weltcup startet gar erst am 21. Dezember in Carezza.
WM & Gesamtweltcup
Für Österreichs Top-Boarderin Marion Kreiner gilt Lachtal als erste Standortbestimmung. Zugleich bietet das Wochenende die erste Möglichkeit, sich für die Weltmeisterschaft im kanadischen Stoneham (17. bis 27. Jänner) zu empfehlen. "Dass der Weltcup heuer so spät losgeht, lässt einem mehr Zeit für die Vorbereitung. Andererseits sind es dadurch bis zur WM weniger Rennen", sieht es die Grazerin, die im vorjährigen Gesamtweltcup starke Vierte wurde und die Weltmeisterschaft sowie den Gesamtweltcup als klare Saisonziele definiert.
Die 31-Jährige kann als Olympia-Dritte 2010 und Riesenslalom-Weltmeisterin 2009 bereits jetzt auf eine äußerst erfolgreiche Karriere zurückblicken. Um die Freude am Sport und die Motivation nicht zu verlieren, hat Kreiner heuer einen neuen Weg eingeschlagen. "Ich habe ein paar Änderungen vorgenommen. Neues Konditionstraining und ein neues Board. Das alte Brett ist die Entwicklung nicht mitgegangen und hat nicht mehr zu mir gepasst", erklärt die Steirerin den Wechsel von SG zu Black Pearl.
Fernstudium
Um einen Stillstand in ihrem Leben zu vermeiden, hat die Blondine aber auch abseits der Piste neue Impulse gesetzt und absolviert im deutschen Riedlingen das Fernstudium der Wirtschaftspsychologie. "Man muss auch an die Karriere nach der Karriere denken", weiß Kreiner, die aber zumindest noch bis zur Heim-WM 2015 am Kreischberg weiterfahren will.
ALEXANDER TAGGER
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