Wettlauf um die "Nase"
Schwarz-Blau segnete Rückbau der Gehsteignase am Dietrichsteinplatz ab. Vorher übergab Elterninitiative über 900 Unterschriften für die Nase.

Foto © KLZ/ Eder Hoffen immer noch auf ein Umdenken - für die Sicherheit: Der Initiator der Elternaktion, Karlheinz Rohrer mit Sohn Tim
Die Arbeiter der Holding Graz standen angeblich Gewehr bei Fuß und waren gestern für den Rückbau der "Nase" bereit - gegen den Willen vieler Anrainer, die ja für diese Spurverengung an der Einmündung der Grazbachgasse zur Münzgrabenstraße kämpfen. Und damit "für mehr Sicherheit", wie sie betonen. Doch die schwarz-blaue Mehrheit hatte am Donnerstag im Stadtsenat grünes Licht gegeben.
Kommando retour hieß es trotzdem für den Straßenbautrupp, weil neben der Kundmachung auch noch der Bescheid der Bau- und Anlagenbehörde ausständig ist. In diesem Verfahren müsste es eine Anhörung der Anrainer geben und eine Verhandlung an Ort und Stelle. "Mit dieser Praxis hätten wir viel Sinnvolles nicht so leicht bewilligen können", meint Verena Ennemoser, Leiterin der Baubehörde, dazu. Die Entfernung der Nase könne aber sofort erfolgen, weil sie ja gar nie genehmigt war.
Noch vor der entscheidenden Sitzung des Stadtsenats deponierte die Elterninitiative über 900 im Internet, in Schulen und an Ort und Stelle gesammelte Unterschriften für die "Beibehaltung des verkehrssicheren Schutzweges" im Bürgermeisteramt. Dabei forderte man einen runden Tisch, an dem Anrainer, Elternvertreter, Verkehrsexperten und Politiker gemeinsam eine Lösung suchen. HANS ANDREJ














