Rosenhain: Zurück an den Start
Nach Protesten wird der Umbau des Cafés neu ausgeschrieben. Über Sperrstunde wird noch verhandelt.

Foto © HoffmannUmbau: Im Zuge der Neuausschreibung wird eine Fachjury die Projekte bewerten
Schon Anfang 2013 sollten die Bagger auffahren - und bereits im Juni die ersten Cappuccini im neuen "Café/Restaurant Rosenhain" serviert werden.
Nun ist alles anders: Nach Protesten wegen des geplanten Umbaus in der Grazer Panoramagasse wird das Projekt neu ausgeschrieben. In Abstimmung mit dem Fachbeirat für Baukultur, wie Bürgermeister Siegfried Nagl gestern betonte - um den Bürgerinteressen zu entsprechen. "Es werden Vorschläge gesammelt und mitberücksichtigt."
Die Holding Graz als Hausherr sei sich der "Sensibilität des Projekts bewusst", ergänzte Wolfgang Malik. Daher werde der Architektenwettbewerb auch klare Vorgaben beinhalten und etwa die Landschaftsgestaltung betonen. Allein, das Budget über rund 550.000 bleibt bestehen.
Noch im September war ja - ebenfalls nach einem Architektenwettbewerb - das vermeintliche Siegerprojekt von Gerald Deutschmann (er sitzt auch für die FP im Landtag) präsentiert worden. Doch nach anhaltenden Protesten gegen "ein weiteres Nobellokal" zog Bürgermeister Nagl die Notbremse.
"Ich kann grundsätzlich mit so einer Entscheidung leben. Die Frage ist aber, wie man miteinander umgeht", so Architekt Deutschmann zur Kleinen Zeitung. "Ich lasse mich in dieser Debatte nicht zerreiben. Es ist ja fast so, als hätte ich was Verbotenes getan." Die Holding Graz habe zwei Möglichkeiten: "Entweder gibt sie mir den Auftrag oder bezahlt meine bisherige Arbeit. Ich habe rechtlich gute Karten."
Ob das bestehende Café Rosenhain nun tatsächlich am 28. Oktober zusperrt, wie vom Pächter gedacht, ist weiter offen. "Wir verhandeln noch", heißt es.
















