Anzeige gegen Nagl und Rücker
Der Wahlkampf für die Gemeinderatswahl am 25. November hat jetzt seine heiße Phase erreicht. Diese Woche jagt ein Termin den nächsten. Und dazu gibt es eine Anzeige gegen Nagl & Co.
Es geht in vollen Akkorden los: Heute stellt Mario Eustacchio die Kandidaten der FPÖ vor, die Nagl-VP präsentiert ihr Wahlprogramm. Morgen starten Lisa Rücker und Grünen ab 18.30 Uhr im Joanneumsviertel mit Party und Live-Musik offiziell in den Wahlkampf. Schon vorher stellt morgen Siegfried Nagl die Neuen auf der Kandidatenliste seiner Schwarzen vor. Unter den Quereinsteigern soll sich Eishockeyspieler Philipp Hofer befinden.
Und am Freitag heißt es ÖVP gegen FPÖ: Während die Blauen mit Parteichef Heinz-Christian Strache ab 17 Uhr ein Clubbing im "Prato im Palais" zelebrieren, ruft die Nagl-VP zum Startparteitag in die Messehalle A. Über die Kandidatenliste wird abgestimmt. Die Bundespartei ist mit Staatssekretär Sebastian Kurz da.
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N och bevor die Gruppe "Wir Wähler" ihre Kandidatur bei der Wahlbehörde eingereicht hat, startete deren Vertreter Stefan Baumgartner eine spektakuläre Aktion. Angeblich privat genutzte Parkplätze in einer Parkverbotszone, ausgenommen Einsatzfahrzeuge der Landesregierung, nahm Baumgartner zum Anlass, um Bürgermeister Nagl, "Vize" Rücker und etliche Beamte der Stadt bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft anzuzeigen. Im Rathaus sieht man der Sache gelassen entgegen.
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Für einigen Unmut in der ÖVP sorgt auch Aktivbürger Erich Cagran mit seinem Gastbeitrag in einem BZÖ-Wahlwerbeblatt. Er reitet dort unter dem Titel "Am Schluss der ,Judas-Kuss'" wilde Attacken gegen Siegfried Nagl. Der habe den Andritzer Hochwasseropfern von 2005 versprochen, den Hochwasserschutz bis 2006 zu erledigen. Später habe sich Nagl daran aber nicht erinnern können. "Heute, mehr als sieben Jahre später, ist nicht die Hälfte davon fertig." Zudem bezichtigt Cagran Nagl offen der Lüge: "Reden Politiker von Bürgerbeteiligung, schlägt der Lügendetektor aus. Spricht Nagl davon, wird der Lügendetektor zum Ventilator." In Nagls Büro will man diese "Ausfälle nicht einmal ignorieren". Dieser Stil richte sich von selbst und schade vor allem Cagran.
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Gelassen ist man auch noch in der Grazer Wahlbehörde, wo bisher neben den schon im Rathaus vertretenen Parteien die Christen und zuletzt auch die Piraten ihre Kandidatur abgegeben haben. Damit steht man derzeit bei acht Parteien, die am 25. November antreten. Fix gerechnet wird noch auf jeden Fall mit den Listen WIR sowie "Einsparkraftwerk" von Rainer Maichin. Für Arbeit und Spannung wird in den nächsten Tagen - letzte Abgabefrist ist der 19. Oktober, 17 Uhr - also gesorgt sein. Für Spannung sorgt nebenbei auch die Anzahl der Kandidaturen. "Haben wir mehr als zehn Listen, werden wir den Wahlzettel vermutlich im A3-Format nehmen müssen", meint Wolfgang Schwartz, Leiter des Wahlreferats.
Als Erfolg sehen SP-Chefin Martina Schröck und Bezirksobmann Michael Ehmann ihr Bezirksratsvorwahlmodell in Gösting. Die 7800 Wahlberechtigten im Bezirk wurden per Brief eingeladen, die vom SP-Vorstand vorgeschlagene Liste der Bezirkskandidaten nach ihren Vorstellungen umzureihen. Insgesamt 420 Personen haben geantwortet. An der Reihung mit Spitzenkandidat Siegfried Winter hat sich aber nichts geändert. "Das Interesse der Bürger an Mitbestimmung wächst", freut sich Schröck und sieht es als denkbar, dieses Modell bei der nächsten Wahl auch in anderen Bezirken anzuwenden.
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