Grauer Star: Augenklinik setzt auf Tagesklinik-Eingriff
Ganzes Stockwerk wird in Graz bis Anfang 2013 tagesklinischer Bereich, nur noch maximal fünf Prozent der Patienten sollen stationär bleiben.

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Am Grazer Universitätsklinikum sollen künftig der Großteil der Kataraktoperationen nur noch tagesklinisch - das heißt ohne stationären Unterbringung der Patienten - durchgeführt werden. Zurzeit liege die Quote bei rund 35 Prozent, nach dem bereits laufenden Umbau des gesamten zweiten Stocks der Augenklinik zum tagesklinischen Bereich will man auf 95 Prozent steigern, hieß es am Dienstag im Pressegespräch mit Vertretern des LKH-Universitätsklinikums und Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder (V).
Tagesklinische Leistungen
In punktodes tagesklinischen Angebots hat der Rechnungshof im Vorjahr den steirischen Spitälern ein schlechtes Zeugnis ausgestellt: Die Steiermark lag mit einem Anteil an tagesklinischen Leistungen von 1,5 Prozent (2009) unter dem österreichweiten Durchschnitt (2,8 Prozent). Auch die Steigerungsraten der letzten Jahre waren mit 15,2 Prozent im Vergleich zu 70,1 Prozent österreichweit (2006 bis 2009) ebenfalls gering. Ziel der steirischen Gesundheitsreform sei es, den Anteil der tagesklinischen Leistungen an den Häusern der steiermärkischen Krankenanstaltsgesellschaft (KAGes) massiv zu steigern, so Edlinger-Ploder. Seit 2004 werden an der Grazer Augenklinik rund 1.350 Operationen am Grauen Star bzw. 35 Prozent der Operationen tagesklinisch aufgeführt. Mit Jahresbeginn 2013 sollen 95 Prozent der Kataraktpatienten noch am selben Tag wieder nach Hause gehen können. Nur Patienten mit schlechtem Allgemeinzustand sollen stationär aufgenommen werden, schilderte Christoph Faschinger, stellvertretender Vorstand der Augenklinik.
Möglich werden soll diese Entwicklung durch die Umwandlung eines gesamten Stockwerks in einen tagesklinischen Bereich. Gleichzeitig wird der Bettenstand von derzeit noch 59 auf 44 Betten reduziert. "Solange die Betten da sind, werden sie auch gefüllt", begründete Edlinger-Ploder diesen Schritt. Durch die tagesklinische Versorgung sollen letztlich auch mehr Patienten operiert werden können, was wiederum zu einer Verkürzung der bisher durchschnittlich sechsmonatigen Wartezeit führen soll, so Pflegedirektorin Christa Tax. Geplant sei eine Steigerung von 3.600 auf 4.100 Eingriffe jährlich.
















