Puccini spielt als Statist mit
Eigenwillige wie virtuose Inszenierung von Giacomo Puccinis "Manon Lescaut": Stefan Herheims Inszenierung eröffnete mit einhelligen Beifall die Grazer Opernspielzeit.
1 / 32
Einhelligen Beifall fand der Saisonauftakt in der Grazer Oper mit Stefan Herheims ebenso eigenwilliger wie virtuoser Inszenierung von Giacomo Puccinis "Manon Lescaut". Der norwegische Regisseur bricht das Werk vielfach, bringt gleichzeitig das 17. und 18. Jahrhundert auf die Bühne, auf der Giacomo Puccini als stummer Statist mitspielt, der vor allem dann in das Geschehen eingreift, wenn die Gefühle der Figuren überborden. Dann geht Herheim meist zusätzlich auf Distanz, indem er große Operngesten einsetzt und den Sternenhimmel blinken lässt.
Unter der nicht gefühlstrunkenen musikalischen Leitung von Michael Boder bewährt sich ein hochklassiges Ensemble mit Gal James als mädchenhafter Titelheldin und Gaston Rivero als Renato Des Grieux mit ausdrucksstarkem Tenor an der Spitze.
Eine ausführliche Kritik folgt.
















