Wirbelndes Bogenharz
Uraufführungen durch das Arditti String Quartet.
GRAZ. Fast an der Grenze der Hörbarkeit bewegt sich eine Spieltechnik im 5. Streichquartettsatz des Grazers Christian Ofenbauer, uraufgeführt vom Arditti Quartet am zweiten "musikprotokoll"-Abend. Als sichtbares Phänomen erregt sie Aufsehen: ein rasches Wischen mit dem Bogen durch die Luft, knapp vorbei am Ö 1-Mikrofon. Kolophoniumharz wirbelte durch den Raum. Für die zweite Satzhälfte blieb der Gegensatz zum normalen Spiel ohne Folgen. Spannungsverlust war die Folge. Auch die anderen, zum Teil uraufgeführten Quartette von Rebecca Saunders, Paul Archbold und Peter Jakober überzeugten trotz der Verve der Darbietung nicht ganz.
Zupackend wach war auch die Verfassung des Ensembles Zeitfluss unter Edo Micic bei der Darstellung von Orchesterwerken von Thomas Amann, Marko Nikodijevic und vor allem "...sotto i sassi..." (2008) von Christian Klein - ein außergewöhnlich klares, poetisches Stück.
















