Erntebilanz: 'Mit einem blauen Auge davongekommen'
Am stärksten betroffen sind in der Steiermark heuer Mais, Kürbis, Getreide und Grünland - es gibt aber ausreichend Kürbiskernöl. Durch Spätfröste hat vor allem das Obst gelitten.

Foto © APASpäter Frost hat vor allem das Obst geschädigt
Die Ernte in der Steiermark wird heuer durchschnittlich ausfallen: Nach extremer Trockenheit im Frühjahr und intensivem Regen mit starken Unwettern im Sommer sei die Steiermark "noch mit einem blauen Auge davongekommen", so der Präsident der Landwirtschaftskammer, Gerald Wlodkowski, bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Am stärksten betroffen sind Mais, Kürbis, Getreide und Grünland. Durch Spätfröste hat vor allem das Obst gelitten.
Verwüstungen
Nach einem sehr trockenen Frühjahr haben Hagelunwetter, Regen und Stürme auf rund 40.000 Hektar in der Steiermark arge Verwüstungen angerichtet. "Die Ernte 2012 fällt daher bei den wichtigsten Kulturen nur durchschnittlich aus", erklärte Wlodkowski. Beim Mais verzeichnet man durch die Unwetter leichte Einbußen gegenüber dem Vorjahr, erste Schäden durch den Maiswurzelbohrer wurden allerdings auch auf größeren Flächen sichtbar. Einigermaßen gute Erträge gibt es immer noch beim Getreide, durchschnittlich wird die Kürbisernte ausfallen. "Es gibt aber ausreichend Kürbiskernöl", beruhigte Wlodkowski.
Später Frost hat vor allem das Obst geschädigt, weswegen heuer eine um 25 Prozent geringere Apfelernte als im Vorjahr erwartet wird. Auch die Früchte sind kleiner, dafür aber sehr aromatisch. Bei Steinobst gab es Ausfälle bis zu 80 Prozent, so beispielsweise bei den Marillen. Das Gemüsejahr verlief ganz gut, ebenso wird beim Wein eine gute Qualität und eine durchschnittliche Erntemenge erwartet.
Durch die Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik wird 2012 auch das Jahr der agrarpolitischen Herausforderungen: "Auf Hochtouren laufen derzeit die Verhandlungen mit den EU-Institutionen über die künftige EU-Agrarpolitik ab 2014. Knackpunkte dabei sind das neue EU-Budget sowie die von der Union verlangten Greening-Maßnahmen mit einer siebenprozentigen Flächenstilllegung. Anstatt letzterem verlangen wir die Weiterführung des bisher erfolgreich umgesetzten Umweltprogrammes", so Wlodkowaski. Auf nationaler Ebene würde man für den Fortbestand der steuerlichen Pauschalierung für die Landwirte kämpfen, erklärte der Präsident.













