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Zuletzt aktualisiert: 29.09.2012 um 20:42 UhrKommentare

Ohrfeige für Markus Schopp

Markus Schopp, der Trainer der Sturm Amateure, weist Rassismus-Vorwürfe gegen seine Person vehement zurück. Faktum ist: LASK-Spieler Fabiano hat ihn geschlagen. 2:2 für GAK in Wallern.

Sturm-Coach Markus Schopp

Foto © GEPASturm-Coach Markus Schopp

Die gesamte Situation nagt an Markus Schopp. Dem Trainer der Sturm Amateure wird vom LASK vorgeworfen, den brasilianischen Spieler Fabiano Maria de Lima Campos rassistisch beschimpft zu haben. "Das kann ich nur schärfstens von mir weisen", sagt Schopp dazu. Die Formulierung "Brazilian Monkey" schwebt im Raum. Schopp: "So etwas niveauloses würde ich nie sagen."

Laut Schopps Aussage hat er nach einem Schiedsrichterball - Fabiano schoss den Ball bis zur Cornerfahne - mehr "Fair Play" gefordert. Das soll der Linzer seinerseits mit einem ausgestreckten Mittelfinger in Richtung Sturm-Bank zur Kenntnis genommen haben, woraufhin Schopp laut wurde: "Ja, ich habe verbal reagiert, aber auf keinen Fall rassistisch. Es war nichts, was ich nicht auch zu einem anderen Spieler sagen würde."

Schopp geschlagen

Nach dem Schlusspfiff flogen dann nicht nur Worte durch die Luft. Schopp erzählt: "Fabiano hat mich angespuckt und mir ins Gesicht geschlagen." Was folgte, war eine Rote Karte für den Brasilianer und die Rassismusvorwürfe. Die Attacke gegen Schopp und ein Wortgefecht bestätigt der Bericht des Schiedsrichter-Trios, den genauen Wortlaut haben sie nicht vernommen.

Die Linzer bleiben bei den Anschuldigungen, LASK-Manager Gerhard Klein will die Angelegenheit aber ohne den üblichen Instanzenzug aus der Welt schaffen. "Ich habe ein reines Gewissen. Man kann nicht solche Vorwürfe in die Welt setzen, nur um sich selbst zu schützen", sagt Schopp. Für Fabiano war es die erste Rote Karte in Österreich.

Rückendeckung bekommt Schopp von Sturms Vereinsführung. "Ich kenne Markus schon lange", sagt Neo-Geschäftsführer Gerhard Goldbrich, "so ein Vorwurf bei so einer integren Person ist haltlos und daher nicht weiter erwähnenswert. Nur so viel: Schopp ist vom Rassismus so weit weg wie vom Stricken."

Mit einem hart erkämpften Punkt trat der GAK die Heimreise aus Wallern an. Beim Aufsteiger gab es für die Athletiker ein 2:2 (0:1)-Remis. Nach zwei Toren durch den Ungar Fekete - ein Solo (36.) und ein verwerteter Abpraller (52.) - kamen die Grazer zurück ins Spiel. Stadler schoss einen Freistoß unter der Mauer durch und Wohlmuth traf volley zum Ausgleich.

GEORG MICHL

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