Aus halben wurden ganze Männer
Sturm-Trainer Peter Hyballa wünscht sich vor dem Duell mit Salzburg mehr Tore. Mit der Entwicklung seines Teams ist der Deutsche nach dem ersten Viertel der Meisterschaft dennoch zufrieden.

Foto © APAPeter Hyballa
Peter Hyballa hat das erste Viertel der Meisterschaft hinter sich gebracht. Dass es im ersten Spiel des zweiten Viertels bereits zum zweiten Mal in diesem Spieljahr gegen den amtierenden Titelverteidiger Salzburg geht, hat für den Sturm-Trainer ein bisschen Unterhaltungswert: "Da müssen wir nicht ständig den Gegner beobachten, weil wir andauernd gegeneinander spielen." Ein schelmisches Schmunzeln huscht über das Gesicht des Deutschen, denn natürlich hat man den Gegner beobachtet. Weiß um die Stärken der neu formierten Salzburger, bei denen zuletzt vor allem die slowenische Neuerwerbung Kevin Kampl herausstach. "Aber wir spielen nicht nur gegen Kampl", stellt Peter Hyballa klar, der den Salzburger Offensiv-Mann schon seit dessen Jugendzeit bei Leverkusen kennt.
Viel lieber konzentriert sich der extrovertierte Sturm-Trainer ohnehin auf seine Mannschaft. Und mit deren Entwicklung ist er nach dem ersten Meisterschaftsviertel durchaus zufrieden: "Auch wenn es ein, zwei Spiele gab, die mich wirklich aufgeregt haben. Die Spielweise der Mannschaft hat sich verändert und auch der Charakter." Nicht nur das. "Die Spieler sind mutiger geworden. Aus halben Männern sind ganze Männer geworden", präzisiert Hyballa. Und ein mutiges Spiel erwartet er sich auch am Sonntag in Salzburg, denn der Meister wird sich vor eigenem Publikum nicht verstecken. "Ganz sicher nicht", sieht es Sturms Trainer ähnlich, "aber dadurch werden auch wir Chancen bekommen. Und die müssen wir nutzen."
Zu wenig Tore
Die Chancenverwertung, sie ist der wunde Punkt in Hyballas erster Saison-Zwischenbilanz: "Wir haben in neun Spielen nur 14 Tore geschossen. Da habe ich mir mehr erhofft und erwartet." Einer, der in dieser Saison schon drei Mal als Torschütze auftrat, wird in Salzburg übrigens fehlen. Nikola Vujadinovic ist nach der fünften Gelben Karte am Sonntag gesperrt. Für ihn wird wieder Michael Madl ins Abwehrzentrum rücken.













