Rosenhain: Bürger am Zug
Bürgermeister Nagl zieht bei Café-Umbau die Notbremse, bindet die Initiative über den Bürgerbeirat ein und befasst den Fachbeirat Architektur.

Foto © EderGarzer kämpfen für den Erhalt des Café Rosenhain
Rund 3000 Unterstützer hat die Initiative "Rettet das Rosenhain" hinter sich. Sie alle kämpfen um ihr Ausflugslokal in Aussichtslage. Neuerdings sorgt sich auch Star-Architekt Volker Giencke um "den besonderen Platz", der mit besonderer Architektur ein Ort für alle Grazer bleiben solle. Er würde mit Partnern gar die Finanzierung des Umbaus nach seinen Plänen sicherstellen.
All das bleibt nicht ohne Wirkung. Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP), der das Projekt zunächst mit Hochdruck vorangetrieben hatte, zog am Dienstag die Notbremse. Er hat im Aufsichtsrat der Holding Graz, die ihr Café Rosenhain neu aufstellen will, die Investitionsfreigabe über 550.000 Euro abgesetzt. Nun will er die Aktivbürger in die Planungen einbinden, aber auch auf architektonische Qualität achten: "Ich wusste ja nicht, dass Volker Giencke schon 2009 im Gespräch mit der Holding war und Umbau-Skizzen angefertigt hat." Deshalb schaltet er auch den Fachbeirat Architektur ein, der sich der Causa annehmen soll. Der Bürgerbeirat soll die Einbindung der Grazer, vor allem der Initiative übernehmen. Nagl: "Es bleibt dabei, wir wollen das Café vergrößern und den Ort für alle Grazer attraktiv gestalten."
Initiativen-Sprecher Markus Seme ist erfreut, "dass man uns gehört hat. Wir haben viele Ideen, die wir einbringen wollen. Es wäre schön, wenn wir diese auch dem Bürgermeister selbst einmal vorstellen können".
















