Streit um Bestellung von Gelenkbussen
Wurde nicht dem Aufsichtsrat vorgelegt. VP-Beraterin bot sich Piraten an.
Verwunderung herrschte gestern, dass die Bestellung von 34 neuen Gelenkbussen auf der Tagesordnung des Holding-Aufsichtsrates fehlte. Und das, obwohl das Graz-Linien-Kontrollgremium schon vor dem Sommer grünes Licht für diesen Ankauf gegeben hat. "Wir haben noch Mittwoch ein abschließendes Gespräch mit den Eigentümervertretern, also auch mit Bürgermeister Siegfried Nagl und Verkehrsreferentin Lisa Rücker. Der Termin ging nicht früher", erklärte Holding-Vorstand Wolfgang Malik. Die Sache könne dann kurzfristig über einen Umlaufbeschluss durch den Aufsichtsrat gehen. Die Grünen waren mit diesem Vorgehen aber nicht einverstanden. "Wir versuchen den Punkt noch auf die Tagesordnung zu bringen", hieß es vor der um 16 Uhr beginnenden Sitzung.
Von Bürgerbeteiligung über Internet bis Transparenz und Wirtschaft: Philip Pacanda, Franz Fuchs und Siddharta Tomarkin legten nun das (verwechselbare) Programm der steirischen Piratenpartei vor. Kandidaten und Inhalte für Graz sollen nächste Woche folgen. Fest steht: Die Piraten treten gegen Grazer Verbote (Alkverbot, Handygebot, vorverlegte Uni-Viertel-Sperrstunde) auf. Am Rande von sich reden machte Claudia Babel, Agenturchefin und ÖVP-Beraterin. Nachdem die VP der Piratenpartei diverse Internetadressen (piraten-graz.at etc.) weggeschnappt hatte, bot Babel geschäftstüchtig den Piraten Unterstützung in puncto Grafik an. Freilich vergeblich.
















