Star-Architekt würde Umbau und Finanzierung organisieren
Star-Architekt Giencke bietet an, dass er den Umbau des Cafés plant und mit einer Investorengruppe finanziert, "um Schaden abzuwenden". 3.000 Grazer unterstützen die Initiative "Rettet das Rosenhain"

Foto © PrivatMehr als 3000 Unterstützer hat die Initiative zur Rettung des Café Rosenhain bereits
Heute ist für die Zukunft des Café Rosenhain der Tag der Entscheidung. Der Aufsichtsrat der Holding Graz soll grünes Licht für die Investitionssumme von 550.000 Euro geben. Das Ausflugslokal mit Panoramablick auf Graz soll umgebaut, die Pacht neu ausgeschrieben werden. Die Pläne sorgten aber für einen Proteststurm: 3000 Grazer unterstützen die Initiative "Rettet das Rosenhain".
Jetzt tritt sogar der Grazer Star-Architekt Volker Giencke auf den Plan, um Schaden abzuwenden und sicherzugehen, "dass an diesem besonderen Ort etwas Besonderes realisiert wird". In einem Brief an Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) bietet er an, den Umbau nach den von ihm bereits 2009 erfolgten Vorplanungen zu realisieren und mithilfe einer von ihm aufgestellten Investorengruppe zu finanzieren: "Es geht darum, dass es an diesem beliebten Ort auch eine planerische Qualität gibt." Und er unterstützt auch das Anliegen der Initiative, "dass das Café nicht zu einem reinen Schnöseltreff werden darf".
"Wir sind im Gespräch"
Der Chef der Freizeitbetriebe in der Holding, Michael Krainer, will das Angebot des Architekten nicht kommentieren: "Aber es stimmt, dass ich mit Volker Giencke in Gesprächen bin. So wie er will auch ich, dass es ein attraktiver Treffpunkt für alle wird."
SPÖ-Klubchef Karl-Heinz Herper will die Chance durch Gienckes Angebot genützt wissen: "Man sollte die Umplanung stoppen. Und dann soll Nagl, der immer von Bürgerbeteiligung redet, diese auch zulassen und die Aktivbürger bei der Planung einbinden." Diese Forderung unterstreicht Markus Seme, Sprecher der Bürgerinitiative, der heute auch einen offenen Brief an den Bürgermeister präsentieren wird: "Wir möchten unsere Ideen einbringen und mit der Holding ein richtungsweisendes Projekt für alle Bürger umsetzen."














