List holt die Halle heim
Für 286.500 Euro geben Stadt und Land die List-Halle an AVL zurück. Als Mieter bleibt man 100 Tage/Jahr treu. SPÖ hat aber ein Budgetproblem.

Foto © KanizajVon Rapper Cro über den steirischen herbst bis zur styriarte: Die Liste-Halle ist gefragter Veranstaltungsort
Das kommt nicht alle Tage vor: Stadt Graz und Land Steiermark geben einen gefragten (wie kostspieligen) Veranstaltungsort zurück. Die Rede ist von der Helmut-Liste-Halle: seit dem Kulturhauptstadtjahr 2003 in Betrieb und dann als "finanzieller Klotz" am Bein des steirischen herbst im Gerede. 2005 hat eine Gesellschaft aus Stadt und Land übernommen, für Ruhe gesorgt und dank styriarte & Co. einen guten Ruf gefestigt. Heuer aber endet der Vertrag mit der AVL.
Diese, konkret die "AVL Cultural Foundation" (Kathryn List, Michael Ksela), wird das Kommando 2013 übernehmen. Nach intensiven Verhandlungen soll das Geschäft heute von der Landesregierung besiegelt werden: Es fließen 286.500 Euro, 191.000 Euro an das Land. Für Kulturlandesrat Christian Buchmann (VP) auch deshalb eine gute Lösung, da Erwin Hauser und Mitarbeiter übernommen werden. Damit nicht genug, ist vereinbart, die Halle für die styriarte 60 Tage, den steirischen herbst 30 und für weitere zehn Tage für Veranstaltungen, die die Kultur-Service-Gesellschaft unterstützt, zu mieten. Macht 100 Kulturtage im Jahr, ganz im Sinne von Helmut List, Kulturpolitik und -szene.
Damit die Halle von styriarte & Co. auch gemietet werden kann, steuert die öffentliche Hand 450.000 Euro bei: Zwei Drittel übernimmt das Land, ein Drittel die Stadt. Doch genau da hakt es: "Wir haben ein entsprechendes Gemeinderatsstück vorbereitet, aber der Kulturstadtrat hat es nicht unterschrieben", schildert Finanzstadtrat Gerhard Rüsch (VP). Michael Grossmann (SP) bestätigt: "Die Sache selbst steht nicht zur Diskussion, aber die Frage ist, wo diese 150.000 Euro budgetiert sind?" Übersetzt: Wer zahlt? Die Antwort, so Grossmann, würde im Oktober jedoch geklärt. Das will das Land auch hoffen: Buchmann "geht davon aus, dass die Stadt das Ausverhandelte auch so beschließt."
















