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Zuletzt aktualisiert: 19.09.2012 um 16:48 UhrKommentare

Goldbrich ist der neue starke Mann

Gerhard Goldbrich wird Generalmanager beim SK Sturm. Der Ex-Sturm-Kicker wird ab 1. Dezember die Geschicke des Klubs leiten. Sturm-Assistenztrainer Ayhan Tumani steigt zum Sport-Geschäftsführer auf. Daniela Tscherk löst Christopher Houben als Geschäftsführer Wirtschaft ab.

Ein Mann mit schwarz-weißem Stallgeruch übernimmt das Ruder: Gerhard Goldbrich

Foto © GEPAEin Mann mit schwarz-weißem Stallgeruch übernimmt das Ruder: Gerhard Goldbrich

Vor etwas mehr als einem halben Jahr saßen noch Christopher Houben und Paul Gludovatz auf dem Podium und wurden der Öffentlichkeit vorgestellt. Heute sind beide Sturm-Geschäftsführer schon wieder Vergangenheit. Der SK Sturm unterzieht sich und seiner Struktur erneut einem "Facelifting". Ausgerechnet am 19.09. startet der 1909 gegründete Klub in eine neue Ära - zum zweiten Mal in diesem Jahr. Sturm-Vorstandsmitglied Gerhard Goldbrich wird ab 1. Dezember als neuer General-Manager die Geschicke des Klubs leiten. Ihm unterstellt sein werden künftig die beiden Geschäftsführer Ayman Tumani (Sport) und Daniela Tscherk (Wirtschaft). Beide sind bereits seit Sommer bei Sturm, Tumani als Assistenztrainer von Peter Hyballa, Tscherk als Sponsoring-Leiterin.

Ein Mann mit schwarz-weißem Stallgeruch

"Goldbrich ist ein Top-Manager in der Steiermark und wird in Zukunft Hauptansprechpartner im Verein sein. Einerseits ist er als ehemaliger Sturm-Spieler sportlich absolut top, andererseits hat er schon zahlreiche Gesellschaften geführt", begründet Finanzvorstand Ernst Wustinger die Entscheidung. Ein Mann mit schwarz-weißem Stallgeruch ist es also geworden. Ein Mann, der "seinem" Klub etwas schuldig ist: "Sturm hat mir als Jugendlicher die Tür für meine Karriere geöffnet. Das möchte ich dem Klub heute zurückgeben", sagt Goldbrich, der von 1984 bis 1988 insgesamt 54 Spiele für Sturm absolviert und dabei vier Tore erzielt hat.

Nach seiner Kickerlaufbahn war Goldbrich unter anderem als Sportjournalist bei der "Kronen Zeitung" und als Geschäftsführer der "Woche" tätig. Zuletzt fungierte der 45-Jährige, der seit Jänner 2012 auch im Sturm-Vorstand sitzt, als Marketing-Leiter der Holding Graz. "Meine bisher schwierigste Rolle war die als Sturm-Vorstand in den vergangenen acht Monaten", gibt Goldbrich zu. Der Grazer sieht sich als Teamplayer und hat bereits einige Ideen im Kopf. Konkret werden wollte er (noch) nicht.

Sturm-Präsident Christian Jauk freut sich über die neue Team-Zusammensetzung in der schwarz-weißen Führungsriege: "Wir sind mit diesen Strukturen und dem neu aufgestellten Team mit Gerhard Goldbrich an der Spitze überzeugt, die wirtschaftlichen und sportlichen Ziele zu erreichen." Als Geschäftsführer haben Goldbrich, Tumani und Tscherk laut Jauk bis auf ein paar Ausnahmen die volle Entscheidungsgewalt. Vorstand und Aufsichtsrat sollen lediglich eine Kontrollfunktion einnehmen.

Tumani will "ganzheitliche sportliche Ausrichtung"

Die Bestellung Goldbrichs kam überraschend, die von Assistenztrainer Ayhan Tumani (40) zum Geschäftsführer Sport weniger. Der Deutsch-Türke galt schon länger als Favorit auf die Nachfolge von Paul Gludovatz und konnte den Vorstand bei den Hearings überzeugen. "In Zukunft wird es darum gehen, eine ganzheitliche sportliche Ausrichtung für den Verein sicherzustellen", hat Tumani als Ziel. "Bescheiden, demütig und selbstbewusst" will der diplomierte Sportmanager seine neue Herausforderung angehen.

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Foto © GEPA

Foto vergrößernAyhan Tumani steigt zum Sport-Geschäftsführer aufFoto © GEPA

Sein Amt als Assistenztrainer von Peter Hyballa bei Sturm will Tumani auch in Zukunft wahrnehmen. Seine Rolle als Sport-Chef und Assistent zugleich, sieht bei Sturm niemand als Problem: "Wir haben Tumani nie als Co-Trainer vorgestellt. Er ist Teil des Trainerteams. Es wird in Zukunft darauf ankommen, ob er beide Funktionen zeitlich unter einen Hut bringt", stellt Jauk klar. "Tumani war schon an den Vertragsabschlüssen von Sukuta-Pasu, Madl & Co. maßgeblich beteiligt", will Finanzvorstand Wustinger keine Diskussion aufkommen lassen. "Wir gehen positiv an die Sache heran. Unser Ziel ist es, gemeinsam eine erfolgreiche Zeit einzuläuten", plädiert Tumani für mehr Optimismus im und rund um den Verein.

Optimistisch geht auch Daniela Tscherk (33) ihre neue Aufgabe als wirtschaftliche Geschäftsführerin an. "Was wichtig sein wird, ist ein G'spür für Menschen und ein g'sunder Hausverstand", sagt Tscherk, die seit 17 Jahren ein Sturm-Abo hat, über ihre neue Aufgabe. Tscherk war bisher für das Sponsoring und VIP-Ticketing im Verein zuständig und übernimmt nun die Agenden des bisherigen Geschäftsführers Christopher Houben. Dieser äußerte nach nur rund sieben Monaten den Wunsch, sich wieder aus dem Fußball-Geschäft zurückziehen zu wollen.


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Grafik vergrößernDie Sturm-Struktur im ÜberblickGrafik © SK Sturm

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Bild vergrößernDaniela Tscherk wird Nachfolger von Christopher HoubenFoto © GEPA

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