Joachim Ladler ließ alle hinter sich
In Hitzendorf wurde 24 Stunden geradelt. Der Sieg ging das erste Mal an einen Österreicher.
RADSPORT. 6, 12 oder 24 Stunden verbrachten Extremradfahrer und Hobbysportler in Hitzendorf bei der siebenten Drahteisel-Radtrophy auf ihren Rädern. "Es war ein tolles Rennen, vor allem, wenn ich an die glänzenden Kinderaugen bei den Rennen für die Kleinen denke", schwärmt Veranstalter Thomas Jaklitsch. Der Erlös der Benefiz-Radtrophy wurde dem Soforthilfefonds des Österreichischen Roten Kreuzes gespendet.
Im Solo und im Team traten die Athleten auf dem 3,85 Kilometer langen Rundkurs an. Einer stach dabei besonders hervor. "Joachim Ladler hat als erster Österreicher das 24-Stunden-Rennen gewonnen." Und wie: Bei seinem Sieg fuhr der Grazer auch die schnellste Runde mit 5:55,84 Minuten. "Es war sehr anstrengend", sagt Ladler, der rund 754 Kilometer abgespult hat. Am Extremsport reizt den 37-Jährigen die mentale Herausforderung und dass man an seine Grenzen geht. Seit seinem 15. Lebensjahr fährt er Radrennen, und "bis zu meinem 45. Lebensjahr sollte es schon noch weitergehen". Der größte Traum des Grazers wäre eine Teilnahme beim Race Across America 2014. "Das wäre der Plan." Jetzt steht für Ladler aber eine kleine Pause auf dem Programm, dann wird mit dem Training für die kommende Saison begonnen. Eine erneute Teilnahme beim Race Around Slovenia (in diesem Jahr wurde Ladler Sechster) steht fest. "Der Glocknerman wäre auch interessant."
Neben Ladler zeigte noch ein weiterer Grazer in Hitzendorf groß auf. Mit seiner Lebensgefährtin Sabine Willgosch siegte Eduard Fuchs im "2er Team Mixed" in 24 Stunden und nach 730 Kilometern. Für den dreifachen Race-Around-Austria-Sieger war es der letzte Bewerb vor seinem Urlaub.
SANDRA MATHELITSCH, DANIELA KAINER
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