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Zuletzt aktualisiert: 09.09.2012 um 20:51 Uhr

Pornoring: Razzien in Graz

Die US-Operation "Gondola" brachte Hinweise auf 20 Österreicher, darunter zwei Grazer - einer hatte 600 kinderpornografische Dateien. Im Zuge der Razzia wurde ein Wiener tot vor seinem Computer aufgefunden - Herzinfarkt.

Foto © APA | Sujetbild

Im Kampf gegen die Kinderpornografie hat die Exekutive im Rahmen der Operation "Gondola" auch in Österreich zugeschlagen. Bei einem 38-jährigen Grazer wurden 600 eindeutige Dateien gefunden, ein Klagenfurter war sogar selbst Produzent. Erschreckendes Detail: Das Bild- und Videomaterial des Kärntners belegt, dass sich der 38-Jährige an den Nachbarskindern vergangen hat. Insgesamt konnten 20 Personen ausgeforscht und 1600 Computer- sowie Speichermedien sichergestellt werden.

Die entscheidenden Hinweise kamen aus den USA. Im Rahmen der Operation "Gondola" gelang es den amerikanischen Behörden die Österreicher auszuforschen. Makabres Detail: Im Zuge der Razzia wurde ein Wiener tot vor seinem Computer aufgefunden. Der 63-jährige Akademiker hatte beim Betrachten der pornografischen Inhalte, die noch immer auf seinem Bildschirm zu sehen waren, einen Herzinfarkt erlitten, wie Mario Hejl, Sprecher des Bundeskriminalamts, eine Meldung des "Kurier" bestätigte.

Entschärfungsdienst

Bei einem Grazer Langzeitstudenten wurden hingegen 600 Daten sichergestellt. Zudem mussten der Entschärfungsdienst sowie ein Sprenghund ausrücken, weil auch Sprengmittel, gefährliche Chemikalien, Schusswaffen und Kriegsmaterial gefunden worden waren. Ein zweiter Grazer hatte neben einem Depot an Kinderpornos auch eine Hanfplantage angelegt.

Besonders schlimme Einzelheiten gibt es von einem 38-jährigen Klagenfurter. Er produzierte nicht nur selbst kinderpornografischer Dateien - die Exekutive beschlagnahmte bei ihm mehrere zehntausend Dateien - , sondern hat sich dafür auch noch an Kindern in seiner Nachbarschaft vergangen, wie das gefundene Material eindeutig belegt.

Die Verdächtigen waren alle Männer, zwischen 20 und 64 Jahre alt. Insgesamt konnten 2011 in Österreich bereits 167 Personen nach dem sogenannten Kinderpornografie-Paragrafen 207a im Strafgesetzbuch verurteilt werden.


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