Kongressstadt Graz tanzt und boomt
Herbstzeit ist Kongresszeit: 500 Auslandsösterreicher, 1500 Internisten und 350 Biotechniker tagen in Graz - zur Freude der Touristiker.

Foto © GEPAGraz legt im Kongresstourismus zu. Wichtiger Empfangsort für große Tagungen: die Aula der Alten Universität
Der Kongress tanzt. Nicht nur in Wien, sondern immer öfter auch in Graz. "Mehr würde derzeit gar nicht gehen", sagt der oberste Touristiker der Stadt, Dieter Hardt-Stremayr. "Dass wir ausgebucht sind, werde ich zwar nie sagen, aber die Nächtigungszahlen sind wirklich sehr, sehr vielversprechend."
Am Donnerstag ist etwa die Tagung des Weltbundes der Auslandsösterreicher gestartet. 500 "Zugvögel" kann Bürgermeister Siegfried Nagl am Freitag im Grazer Congress offiziell empfangen, "die uns Nesthockern viel erzählen können".
September und Oktober sind die intensivste Zeit für den Kongresstourismus. Und tatsächlich geht es in Graz rund, stehen doch noch Kongresse von AVL List über Motor und Umwelt bis zur Jahrestagung der Internisten auf dem Programm (siehe rechts).
Längst ist der Kongresstourismus ein wichtiges Standbein im Städtetourismus. Die Stadt Graz hat in den vergangenen Jahren in diesem Bereich stark zugelegt. "Jetzt gehen zwischen zwölf und 14 Prozent aller Nächtigungen auf Kongresse zurück. Das ist international absolutes Spitzenfeld", sagt Hardt-Stremayr.
Damit das funktioniert, muss die Infrastruktur stimmen. Hardt-Stremayr: "Seit dem Messecongress bei der Stadthalle können wir Kongresse parallel abhalten." Dazu kommen noch einige Seminarhotels und das, was die Unis in ihren eigenen Räumlichkeiten an Tagungen abhalten.
Neben den Inhalten muss das Ambiente stimmen. "Ohne einen Ort wie die Aula der Alten Universität geht international nichts." An einen 30.000er-Kongress der Radiologen wie in Wien "werden wir zwar nie herankommen, das brauchen wir aber auch gar nicht".
Keine fremden Federn
Eines betont der Grazer Tourismuschef: Das Wichtigste seien die Wissenschaftler an den Grazer Unis. "Denn die ziehen die meisten Kongresse an Land. Da wollen wir uns gar nicht mit fremden Federn schmücken." Als Zeichen der Anerkennung wird jedes Jahr ein Preis vergeben.
















