Ein Leben lang von Schicksalsschlägen verfolgt
Nach der Scheidung vom Mann sind Mutter und Sohn einer Grazerin verstorben.
Bereits mit vier Jahren kam eine Grazerin auf einen Pflegeplatz, weil ihre Mutter alkoholkrank war und die Beaufsichtigung ihrer zwölf Kinder nicht allein schaffte. Das Mädchen lebte bei verschiedenen Pflegefamilien und kam schließlich in ein Heim.
Mit 18 wurde sie schwanger, die Beziehung zum Kindsvater wurde abgebrochen. Dann lernte sie ihren späteren Ehemann kennen, von dem sie sich aber 1999 scheiden ließ. Weil er aber schwer krank war, holte sie ihn wieder zu sich in ihre Wohnung und pflegte ihn. Als er seinen dritten Herzinfarkt erlitt, konnte ihn die Frau retten. Zur selben Zeit starb ihr Schwager, dessen Tod sie sehr mitgenommen hat. Im selben Zeitraum besuchte sie monatelang ihre alte Mutter in einer Palliativstation. Anfang Juni starb die Mutter an Krebs.
Mit viel Mühe und Geduld war es der Frau gelungen, nach langer Zeit ihren geliebten Sohn von seiner Drogensucht wegzubringen. Doch Ende Juni verstarb er nach einem Selbstmordversuch.
Diese geballte Ladung an Schicksalsschlägen hat das finanzielle Konzept der 48-jährigen Frau völlig durcheinandergebracht. Mit einigen Monatsmieten ist die Frau nun in Rückstand geraten, dazu kommen die Begräbniskosten, die sie in Schulden gestürzt haben, und Altschulden. Überdies ist sie seit etwa zehn Jahren in psychiatrischer Behandlung. Infolgedessen wurde ihr eine Berufsunfähigkeitspension bewilligt.
Sie wird nun von der Caritas über einen längeren Zeitraum begleitet, bis die finanziellen Probleme einigermaßen gelöst sind und auch eine entsprechende therapeutische Begleitung für sie gefunden ist. Wir wollen der Frau dabei helfen. R. ENGELE

















