Grazer Fernerkundungsforscher Leberl international ausgezeichnet
Der Grazer Forscher Franz Leberl ist im australischen Melbourne mit einem Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden.
Er forscht im Bereich der Fernerkundung und dabei vor allem in der Photogrammeterie, bei der es darum geht, durch spezielle Mess- und Auswertungsverfahren die räumliche Lage von Objekten zu bestimmen. Der 1945 geborene Wissenschafter ist Professor an der Technischen Universität Graz und war auch schon als Wissenschaftsmanager und Firmengründer aktiv.
Franz Leberl erhielt am Mittwoch die "Golden Brock Medal" der Internationalen Gesellschaft für Photogrammetrie und Fernerkundung (ISPRS), was einem "Nobelpreis für Photogrammetrie" gleichkomme, wie die TU Graz am Mittwoch mitteilte. Die seit 1956 alle vier Jahre im Zuge der Konferenz der ISPRS verliehene Medaille wurde damit erstmals an einen Österreicher überreicht. Heuer findet die Konferenz in Melbourne statt, sie dauert noch bis Samstag.
Erst im März 2012 wurde Leberl für die Entwicklung der "Ultracam" ausgezeichnet, die als die beste Luftbildkamera der Welt gelte, so die TU. Der 67-Jährige studierte an der TU Wien und habilitierte sich 1976 an der TU Graz. Seine Karriere führte ihn unter anderem in die Niederlande und bis nach Kalifornien. Von 1996 bis 1998 war er Geschäftsführer des Forschungszentrum Seibersdorf, außerdem gründete er zwei Firmen, die er 2006 an Microsoft verkaufte.

















