"Graz-Bike" bietet Verleih über Buchungsplattform
In Graz ist am Mittwoch mit "Graz Bike" ein von einer Buchungsplattform gestütztes Leihradsystem vorgestellt worden. Fuhrpark umfasst auch E- und Spezialräder sowie Anhänger. Die Stadt nimmt dafür binnen drei Jahren 380.000 Euro in die Hand.

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Im Gegensatz zu vollautomatischen Verleihsystemen greift man auf bestehende Partner zurück, die zusätzlich mit speziellen Rädern wie E-Bikes, Lastenrädern oder Anhängern ausgestattet wurden und werden. Die Stadt nimmt dafür binnen drei Jahren 380.000 Euro in die Hand.
Bürgermeisterstellvertreterin Lisa Rücker (G) erklärte, warum ein Leihradsystem in Graz lange auf sich wartenließ und warum man kein automatisiertes Verleihsystem a la Citybike Wien gewählt hat: Graz habe mit einem - hochgerechneten - Radverkehrsanteil von 19 Prozent in Sachen Radmobilität eine hohe Durchdringung, weshalb man sich für ein gemeinsames Labeling und die Erweiterung und Diversifizierung des bestehenden Angebots entschieden habe. Dies komme sowohl Touristen als auch Einheimischen, die schon ein Bike besitzen, aber für spezielle Zwecke etwa ein Kinder-, Renn- oder Lastenrad ausleihen möchten, zugute.
Der Betrieb, abgewickelt über die Firma e-mobility Graz GmbH, eine Tochter der Graz Holding, ist günstiger, heimische Betriebe werden eingebunden und einen hoher Komfort ist gewährleistet, auch beim Zubehör (Anhänger, Helme). Umgekehrt ist der Zugang trotz Buchungsplattform http://www.grazbike.at nicht rund um die Uhr gegeben und abhängig von den Partnern, mit denen auch die Leihverträge abgeschlossen werden. Die Tarife sind nicht einheitlich; mit z.B. 11 Euro am Tag für ein Trekking-, 16- für ein E- oder 20 Euro für ein Transportrad gibt es einen Maximaltarif. Auch gibt es noch keine A- nach B-Buchungen, d.h. ausgeliehene Räder müssen an den Verleihstandort zurückgebracht werden.
Wie Robert Schmied von e-mobiltiy sagte, habe das System den Vorteil, dass es ausbaufähig sei, maßgeschneidert im Angebot und jeder Partner seine Stärken ausspielen könne. Rücker versteht die Buchungsplattform als ersten Baustein einer Mobilitätsplattform, über die künftig noch andere Dienstleistungen wie Öffi-Tickets oder Carsharing abgewickelt werden sollen.
Elf Partner
In der Startphase nehmen elf Partner - vom ÖAMTC bis zu einem Studentenheim und mehreren Radhändlern - teil. Bis 2014 soll der Fuhrpark 150 neue, von der Stadt gekaufte Räder umfassen, zusätzlich zu den von den einzelnen Partnern in den Pool eingebrachten Gefährten.

















