Die Zeit für den nächsten Schritt ist reif
Die Kleine Zeitung lud zu einer Podiumsdiskussion ins Grazer Kunsthaus. Spitzensport, Trainer und Sportstätten waren heiße Themen. "Leistungssport in Graz - geht das?"
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Die Frage bei der Kleine Zeitung-Arena im Grazer Kunsthaus war klar formuliert: "Leistungssport in Graz - geht das?" Dass die Antwort darauf keine leichte ist, war ebenso klar. 250 Zuhörer waren aber durchaus erstaunt, als der internationale Spitzentrainer Dirk Lange sagte: "Graz hat Weltklassepotenzial!" Und das Podium - mit Sportreferatsleiter Günter Abraham, Sportamtsleiter Gerhard Peinhaupt, Leistungsmediziner Peter Schober und Schwimm-LLZ-Leiter Peter Mandl - stimmte zu: Ja, Hochleistungssport kann überall betrieben werden - also auch in der Steiermark. Die Voraussetzungen: Neben den zu betreuenden Talenten benötigt es eine ideale Infrastruktur, sprich moderne Sportstätten, Sportmedizin etc. Das alles sei in Graz prinzipiell gegeben. Gepaart mit dem nötigen Know-how könne so die Basis für Erfolg auf höchstem Niveau gelegt werden.
Allerdings seien dafür in verschiedensten Sportarten wie zum Beispiel Judo, Tennis wie auch Schwimmen einige Hürden zu nehmen, wie die Diskussion zeigte. "Wir haben zwar einen erfolgreichen Nachwuchs. Aber wir schaffen es nicht, Weltmeister zu produzieren. Mit einem Leistungszentrum nach internationalen Kriterien ist der erste Schritt getan. Aber es braucht Trainer von Weltklasseformat", meint etwa Schober. Und Abraham betonte: "Wir brauchen in der Steiermark mehr Trainerjobs - vor allem dort, wo der Sport kein Wirtschaftsfaktor ist."
Dass es klappen kann, zeigt in Graz etwa das Modell des Klubs Judo Creativ von Manfred Stiegler, das, wie er sagt, aber nur funktioniert, "weil wir alle ein bisserl Wahnsinnige sind und unsere Freizeit zur Gänze in den Sport investieren".
Einigkeit zeigten die Diskussionsteilnehmer und anwesende Sportler darin, dass die Zukunft im heimischen Sport jetzt beginnen müsse, wie Lange anhand der Schwimmer erklärt: "Das Potenzial ist da. Nun ist der nächste Schritt notwendig, um sich mit der internationalen Spitze messen zu können." Aber: Noch ist viel zu tun.















