Zwei Männer stahlen in Graz Rettungswagen
Ein Täter verletzte sich nach der Flucht bei einem Streit mit seinem Vater und wurde vom selben Rettungswagen, den er zuvor gestohlen hatte, ins Krankenhaus gebracht.

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Zwei Steirer machten vor rund zehn Tagen in der Grazer Innenstadt den Einsatzkräften das Leben schwer: Nachdem die Alkoholisierten aus einem Lokal geworfen wurden und die Tür desselbigen beschädigt hatten, attackierten sie einen Passanten und entwendeten anschließend ein im Einsatz befindliches Rettungsfahrzeug. Nach wenigen hundert Metern Fahrt ließen sie den Wagen allerdings zurück und flüchteten, wie die Polizei bestätigte. Kuriosum an der Geschichte: Der Ältere der beiden Männer verletzte sich nach der Flucht bei einem Streit mit seinem Vater und wurde vom selben Rettungswagen, den er zuvor gestohlen hatte, ins Krankenhaus gebracht, wie die Polizei am Dienstag sagte.
Radau verursacht
In einem Lokal am Färberplatz hatte das Duo am Abend des 10. August solchen Radau verursacht, dass sie der Räumlichkeiten verwiesen wurden. Daraufhin beschlossen sie, die Tür der Gaststätte zu beschädigen und machten sich anschließend aus dem Staub. Dabei attackierten sie noch einen Passanten, der aber unverletzt blieb. Gegen 20.30 Uhr auf dem Hauptplatz angekommen, erspähten sie einen Rettungswagen, der gerade zu einem Einsatz gerufen worden war: Ein Epilepsiepatient sollte abtransportiert werden.
Die beiden verfielen nun auf die Idee, mit dem Rettungswagen davon zu fahren, als die beiden Sanitäter gerade den Patienten über die Heckklappe ins Innere des Rot-Kreuz-Wagens heben wollten. Die Rotkreuz-Zentrale konnte den Wagen aber über GPS verfolgen und über Funk die beiden Männer ansprechen. Diese fuhren noch in Richtung Jakominiplatz und ließen den Wagen nach wenigen hundert Metern an der Ecke Joanneumring und Herrengasse stehen. Dann flüchteten sie in unterschiedliche Richtungen, der Rettungseinsatz konnte inzwischen mit einem Ersatzfahrzeug beendet werden.
Damit nicht genug: Als der Ältere der beiden Männer zu Hause angekommen war, geriet er mit seinem Vater in gewalttätigen Streit, bei dem der Sohn so schwer verletzt wurde, dass die Rettung verständigt werden musste. Kurioserweise war der Wagen, mit dem der Mann ins Krankenhaus gebracht wurde, jener, den er Stunden zuvor entwendet hatte. Am nächsten Tag konnte der Mann durch eine Personenbeschreibung von der Polizei identifiziert werden. Er war geständig und gab den Beamten auch die Daten seines Komplizen. Die beiden Männer wurden anschließend wegen unbefugtem Gebrauch eines Fahrzeugs, Sachbeschädigung, Körperverletzung und mehreren Verwaltungsübertretungen - unter anderm Lenken eines Fahrzeuges im alkoholisierten Zustand - angezeigt.













