"Christian hat mein Vertrauen"
Sturm-Trainer Peter Hyballa spricht über die Tormannfrage, seine Taktik und die Rückkehr-Chancen von Mario Haas. Rubin Okotie fällt indes wegen eines Jochbeinbruches mehrere Wochen aus.

Foto © KLZ/HoffmannSturm-Trainer Peter Hyballa
Die Heimfahrt von Wien nach Graz war kein Genuss. Sturms Trainer Peter Hyballa sah sich noch einmal die 0:3-Niederlage seiner Mannen bei Rapid an. "Ich habe mich die ganze Fahrt aufgeregt", gestand der 36-Jährige am Tag nach dem Spiel, das für ihn "unter aller Kanone" war. Aufreger gab es in Hütteldorf ja genug. Rubin Okoties schwere Verletzung etwa. Der Stürmer fällt wegen eines Jochbeinbruches mehrere Wochen aus. Aber nicht nur sein Fehlen sorgte für Sorgenfalten auf des Trainers Stirn. Peter Hyballa über. . .
. . . die fehlende Konstanz. Dafür gibt es mehrere Gründe. Es gab bei der Mannschaft einen Umbruch, dazu kommt das Verletzungspech. Okotie ist bereits der siebente Ausfall. Und es sind nicht irgendwelche Spieler, die uns fehlen, das sind richtig gute Stammspieler. Außerdem spielten wir in den ersten fünf Runden gegen drei Titelkandidaten. Gegen Salzburg verkauften wir uns ordentlich, gegen die Austria gab es einen Sieg, nur gegen Rapid hatten wir einen rabenschwarzen Tag. Am meisten hängt uns aber die Niederlage in Mattersburg nach. In den nächsten vier Runden wird es aber interessant. Da warten Gegner, die auf Augenhöhe mit uns sind.
. . . die Tormannfrage. Ich denke stets sehr viel nach über meine Spieler. Christian Gratzei weiß selbst, dass er keinen goldigen Tag hatte. Er hat allerdings auch schon viele gute Spiele für Sturm absolviert. Ich mag den Konkurrenzkampf und ich gebe keinem eine Stammplatz-Garantie, aber ich vertraue den Spielern weiterhin. Johannes Focher (Sturms Ersatztormann Anm.) spielt am Dienstag im Test in Hartberg (18.30 Uhr). Er muss weiter Druck auf Gratzei ausüben, aber Christian hat mein Vertrauen. Natürlich muss er wieder bessere Spiele zeigen.
. . . seine Vier-Stürmer-Taktik. Das ist keine Provokation, das ist eine Strategie. Ein Stürmer soll dabei immer die Rolle eines Zehners übernehmen. Wir hätten gegen Rapid auch mit neun defensiven Spielern agieren können, aber das wäre in die Hose gegangen, denn dafür ist Rapid zu stark. Wir wollten Rapid allerdings mit unserer offensiven Ausrichtung vom Tor weghalten. Das hat leider nicht funktioniert.
. . . eine Haas-Rückkehr. Mit Rubin Okotie fällt nun ein Konkurrent aus. Mario muss Gas geben. Er hat schon am Dienstag in Hartberg die Chance sich aufzudrängen. Aber wer weiß, wenn ich für viele sowieso schon zu viele Stürmer bringe, bringen wir das nächste Mal vielleicht einen Mittelfeldspieler.
. . . die Qualität der Mannschaft. Die Qualität meiner Spieler hat am Samstag nicht an die Qualität der Rapid-Spieler herangereicht. Aber wegen eines Spiels darf man nicht das Damoklesschwert über der Mannschaft brechen.
. . . mögliche Verstärkungen. Natürlich denke ich nach der Verletzung von Okotie auch über das Thema Verstärkung nach. Ich würde auch nicht nein zu einem neuen Spieler sagen, aber ich müsste ein Zeichen vom Klub kriegen, ob noch etwas möglich ist und es müsste Sinn machen. Aber Qualität kostet Geld.
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Okotie-Ausfall
Die Verletzung von Rubin Okotie bei der 0:3-Niederlage der Steirer gegen Rapid am Samstag hat sich als schlimmer als befürchtet herausgestellt. Wie der Verein bestätigte, erlitt der 25-jährige ÖFB-Teamstürmer bei einem Zweikampf mit Mario Sonnleitner einen Bruch des Jochbeins und fällt damit mehrere Wochen aus.
Für Coach Peter Hyballa werden die Personalsorgen nun noch größer. Neben Okotie sind derzeit auch Ferdinand Feldhofer, Jürgen Säumel, Serkan Ciftci, Leonhard Kaufmann, Andreas Hölzl und Florian Kainz außer Gefecht.














