Maskierte Autos auf Grazer Straßen
Sie sorgen für große Augen: die "Erlkönige" auf vier Rädern, die nicht alles von sich verraten wollen.
Er staunte nicht schlecht, als er dieser Tage einen Blick in den Rückspiegel machte: "Da glaubst du, hinter dir fährt das Auto aus einem Science-Fiction-Film", so ein Leser der Kleinen Zeitung -, der daher gern gewusst hätte: "Was sind das für maskierte Autos?"
Sie sind in jedem Fall ein Hingucker. Und immer wieder auch auf Grazer Straßen zu sehen - die sogenannten "Erlkönige": Damit sind erste Modelle von nagelneuen Fahrzeugen gemeint, die vor der Massenproduktion erst einmal auf Herz und Nieren und Lenkung überprüft werden. Vorwiegend auf Teststrecken - doch irgendwann auch einmal auf "echtem" Asphalt.
"Wir testen in unserem Werk in Graz regelmäßig Fahrzeuge für einige unserer Kunden. Da es sich während dieser Phase noch um Prototypen handelt, werden sie für Testfahrten abgeklebt, um das Design zu verbergen", verrät Lea Treese seitens der Magna International Europe AG. "So finden sie ab und an ihren Weg als ,Erlkönige' auf die Grazer Straßen. Am Steuer sitzen bei den Testfahrten extra ausgebildete Versuchstechniker."
Der Name "Erlkönig" soll übrigens auf eine leicht veränderte Version der Ballade von Johann Wolfgang von Goethe zurückgehen: Ein Mercedes-Prototyp soll einen Motorjournalisten zu den Zeilen "Wer fährt da so rasch durch Regen und Wind?" veranlasst haben . . . MICHAEL SARIA
















