Uschi Halbreiner: "Das sind heuer keine Ferien"
Die Wolfsbergerin Uschi Halbreiner trainiert in Graz und versteht nicht, wie man Schwimm-Trainer wie Dirk Lange vorerst ablehnen konnte.

Foto © APAUschi Halbreiner braucht eine Trainer-Entscheidung bis nächste Woche
Der Deutsche Dirk Lange ist ein Schwimmtrainer von Weltformat. Bei den Olympischen Spielen hat er den Südafrikaner Cameron de Burgh zur Goldmedaille und Weltrekord über 100 Meter Brust geführt. Und Lange hat sich nun als Trainer für die steirischen Schwimmer - die Kleine Zeitung berichtete - angeboten. Aber in Graz lehnte man vorerst ab. So steht auch die Kärntnerin Uschi Halbreiner ohne Trainer da.
Die derzeitige Situation sei mehr als unbefriedigend. "Dass Ingrid Flöck uns jetzt in Richtung Kanada verlässt, ist schon schade. Dass man aber einen Dirk Lange in die Warteschleife schickt, ist für mich nicht nachvollziehbar. Er zählt zu den besten Schwimmtrainern der Welt. Für mich - und ich glaube ich spreche da für alle meine Kollegen in Eggenberg - wäre Dirk Lange nur ein Gewinn", so die Wolfsbergerin.
Halbreiner will Entscheidung
"Wir hängen in der Luft, Anfang September sollten wir alle mit dem Aufbautraining beginnen. Nur vor November wird es keinen fixen Trainer geben. Ein Interimscoach für zwei Monate ist auch keine Lösung", so Halbreiner. Die sich nach Alternativen umschauen muss und wird. "Leicht ist das nicht. Ich studiere in Graz, fühle mich wohl, die Trainingsbedingungen sind ideal. Keine Ahnung, wie es da weitergeht. Aber bis nächste Woche muss eine Entscheidung fallen. Auch wenn ich sie für mich alleine treffen muss", gesteht die Kärntnerin. "Das sind keine erholsamen Ferien."
Halbreiners Teamkollege Flori Lang bringt es drastischer auf den Punkt. "Lange funktioniert als Trainer wie ein Privatunternehmen. Es werden Ziele festgelegt, eine Strategie erarbeitet, wie man diese Ziele erreicht, und dann wird gearbeitet. Knallhart. Man ist eigenverantwortlich, aber Dinge wie Pünktlichkeit sind wichtig. Man muss tun, was er verlangt."














