Preiswürdige "Meistersinger" in großer Anzahl
Heuriges Schlusskonzert in der Helmut-List-Halle.
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GRAZ. Andrea Huber, die künstlerische Leiterin von AIMS in Graz, konnte mit ihrer ersten Saison auf allen Linien punkten.
Dies sowohl bei vergangenen Veranstaltungen, aber in ganz besonderer Weise zutreffend auf das schon traditionelle "Meistersingerkonzert", bei dem sich in der beinahe ausverkauften Helmut-List-Halle acht Sänger/innen (mit zwei Ersatzkandidaten) einer Jury wie auch dem Publikumsvoting stellten.
Dabei überraschte es nicht, wenn das Jury-Verdikt (fünf Gestrenge unter KS Christa Ludwig) - anders ausfiel als jenes der "Vox populi".
Wobei heuer ohnehin die Wahl zur Qual wurde, da nur sehr wenig Spielraum im Gesamtniveau auszumachen war.
Der Jurypreis ging an die Australierin Alison Manifold, die, sehr kultiviert und ausdrucksstark, die große Arie aus Webers "Freischütz" gesungen hatte. Dem Publikum (wie auch dem Rezensenten) hingegen lag Matthew Vickers strahlender Tenor bei einer Arie aus Verdis "Rigoletto" auch in sinnlicher Hinsicht näher. Jedenfalls sollte man sich den Namen merken.
Ein Wort noch zum in Hochform aufspielenden "Festival Orchestra": Maestro Edoardo Müller, langjährig AIMS-erfahren, erklomm mit drei feingliedrig-präzisen Orchesterschmankerln heuer den AIMS-Dirigier-Parnass. WALTHER NEUMANN


















