Flöck hat die Nase voll & geht nach Kanada
Ingrid Flöck (41), erfolgreichste steirische Schwimmtrainerin, kehrt Graz den Rücken zu. Sie geht nach Kanada, da noch keine Entscheidung um die Cheftrainer-Besetzung im Landesleistungszentrum gefällt wurde.

Foto © GEPAIngrid Flöck
Jetzt weiß man, warum die USC-Graz-Athleten Eva Chaves-Diaz, Martin Spitzer, Uschi Halbreiner und Co. derzeit teils mit geröteten Augen zu Meisterschaftsgold schwimmen: Sie vergossen Abschiedstränen! Denn Trainerin Ingrid Flöck hat ihren Schützlingen bei den österreichischen Titelkämpfen in Innsbruck mitgeteilt, dass sie nicht nur den Verein, sondern auch Österreich verlassen wird. "Ich werde ab 17. September im kanadischen Burlington als Trainerin arbeiten", versichert die 41-jährige Grazerin, die vom Land Steiermark drei Mal (2005, 2008, 2009) als "Trainerin des Jahres" mit dem "Bronzenen Diskuswerfer" ausgezeichnet worden ist.
Wie aber kam es zum Abschied aus Graz? "Im Frühjahr dieses Jahres hat der steirische Schwimmverband die Stelle des Cheftrainers für das Landesleistungszentrum in Graz öffentlich ausgeschrieben. Ich habe mich dafür beworben. Arbeitsbeginn sollte der 1. September sein. Doch bis heute ist keine Entscheidung gefallen. Ich kann meine berufliche Zukunft nicht von Funktionären abhängig machen, die nicht in der Lage sind, so fristgerecht eine Entscheidung zu treffen, dass ich mich um einen anderen Trainerjob bewerben kann, sollte nichts aus meiner Bewerbung werden", erzählt Flöck ihre Beweggründe und fügt an: "Wird mir der Verband meine Rechnungen zahlen, wenn ich ab 1. September ohne Job dastehe?! Ich musste eine Entscheidung treffen."
Peter Putzgruber, Präsident des steirischen Schwimmverbandes, äußert sich zu Flöcks Vorwürfen wie folgt: "Wir haben immer gewusst, dass es mit der Bestellung des Cheftrainers knapp wird. Wir wollten aber die Olympischen Spiele abwarten. Schon am Montag sortieren wir die Bewerbungen, eine Woche später gibt es das Hearing und eine Entscheidung."













