Sturm-Coach Hyballa als Talkmaster
Das Stimmungsbarometer zeigt bei Sturm vor dem Samstag-Spiel gegen den WAC nach oben. Entwarnung gibt es bei Ferdinand Feldhofer. Seine Blessur entpuppte sich "nur" als Muskelfaserriss in der Wade.

Foto © GEPAPeter Hyballa
Sollte es Sturm-Trainer Peter Hyballa einmal nicht mehr an der Outlinie gefallen, es gäbe durchaus Alternativen. Der Mann hat durchaus das Zeug zum Talkmaster. Und diese Qualitäten stellte er bei der Pressekonferenz vor dem Samstag-Duell mit dem WAC unter Beweis.
Um den Journalisten, sich selbst und dem neben ihm sitzenden Florian Kainz die Wartezeit auf den noch duschenden Podiumsgast Michael Madl zu verkürzen, schnappte sich der Deutsche kurzerhand ein Mikro und quetschte einen sichtlich verdutzten Florian Kainz aus wie eine Zitrone - in bester Harald Schmidt-Manier. Tabuthemen gab es keine. Ob die Mannschaft das Hyballa-System schon verstanden habe, wollte Hyballa wissen. Um gut zu spielen, brauche man kein System, konterte der rekonvaleszenten Jungspund keck. Nächste Frage und da stockte Kainz kurz der Atem. "Werden Hyballa und Haas wieder zueinanderfinden", sprach der Trainer kolportierte atmosphärische Störungen zwischen ihm und Sturm-Urgestein Mario Haas an. Aber auch mit der Frage war Kainz, der nach seiner Waden-Operation in einem Monat wieder fit sein will, nicht auszutricksen. "Die beiden haben ja nie auseinandergefunden", lautete seine diplomatische Antwort.
Eines zeigte die gestrige Pressekonferenz jedenfalls. Nach Rangeleien im Training und zwischenzeitlichem "Maulkorb-Erlass" für die Spieler zeigt das Stimmungs-Barometer bei Sturm wieder ein "Hoch" an. Gut gelaunt war auch Ferdinand Feldhofer. Seine Blessur entpuppte sich "nur" als Muskelfaserriss in der Wade und nicht als schwere Achillessehnenverletzung. In drei bis vier Wochen könnte der Innenverteidiger wieder fit sein. Länger wird es bei Serkan Ciftci dauern. Der Neuzugang wurde wegen eines komplexen Außenmeniskusrisses gestern von Kniespezialist Jürgen Mandl operiert. Acht bis zehn Wochen wird der 23-Jährige ausfallen.
Bis dahin will Peter Hyballa aber mehr als die derzeitigen drei Zähler auf dem Punktekonto haben. Doch danach fragte Sturms trainierender Talkmaster gestern nicht.













