Justiz prüft Pflegegeschäfte
Managergehälter von bis zu 15.000 Euro und hinterfragenswerte Geldflüsse: Der Masseverwalter der "Gemeinsam statt einsam"-Heimgruppe schaltet die Staatsanwaltschaft ein.

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Knalleffekt im Fall der Pflegeheimgruppe "Gemeinsam statt einsam": Masseverwalter Hofstätter & Kohlfürst erstattete Anzeige gegen die ehemalige Geschäftsführung. Darunter den Bürgermeister von Pirka, Andreas Grauf (SPÖ). Die Staatsanwaltschaft Graz prüft hinsichtlich Untreue und grob fahrlässiger Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen. Brisant: Im Management wurden Gehälter von bis zu 15.000 Euro bezahlt. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Eigentlich ist das Insolvenzverfahren der "Gemeinsam statt einsam" dieser Tage abgeschlossen: Die Banken stellten Forderungen über 5,4 Millionen Euro zurück, für die restlichen drei Millionen Euro erhalten die Gläubiger 20 Prozent, umgerechnet 600.000 Euro in bar. Mit neuer Chefetage werden die Heime, sechs davon in der Steiermark, fortgeführt.
Dem ehemaligen Management droht aber Ungemach. Nicht der der Streitfall um ein Seniorenhaus (wir berichteten), sondern der Aufstieg und Fall der Heimgruppe und ihrer Manager interessiert das Gericht. Wie Masseverwalter Heimo Hofstätter gegenüber der Kleinen Zeitung bestätigt, hat er den Fall wegen des Verdachts auf grob fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen der Justiz übergeben. "Zu schnelles Wachstum", sei nur ein Grund für das Insolvenzverfahren gewesen.
15.000 Euro Gage
Angesprochen auf das Management, räumt Hofstätter ein, dass Grauf- er hat 2007 die Gruppe gegründet und war bis 2011 maßgeblicher Eigentümer - ein nicht übermäßiges Gehalt bezogen hatte. Ein anderer Heimmanager hingegen verdiente "15.000 Euro netto". Damit nicht genug, soll er sich zusätzliche Leistungen gesondert honoriert haben lassen.
Bei Grauf stehen indes hinter Behebungen Fragezeichen. Er weilt auf Urlaub und war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Jedenfalls wird "ein Sachverständiger eingesetzt", so Barbara Schwarz von der Staatsanwaltschaft Graz. Jürgen Mayer wird die Geschäfte untersuchen.

















