Die Steirer blasen zur Millionenjagd
Einmal 190 Millionen, einmal 4,7 Millionen Euro zu gewinnen: Die Steirer stürmen die Trafiken. Mit dabei ist jener Steirer, der bereits vor drei Jahren einen Rekordgewinn erzielte.

Foto © FuchsDie Steirer stürmen momentan die Trafiken
Für diesen Steirer hat sich's ausgezahlt: 50 Millionen Euro kassierte der ehemalige Bürgermeister einer Landgemeinde bei den Euromillionen - den zweithöchsten Gewinn, den es in Österreich je gegeben hat. Nachdem er sich in der Kirche bei höchster Instanz für sein Glück bedankt hatte, erfüllte sich der Familienvater mit einem Teil des Geldes einen Lebenstraum: Er investierte in ein Freizeitareal. Zumindest seine finanziellen Sorgen ist der Steirer seither los.
Lottofieber
Das war vor drei Jahren. Jetzt grassiert im Land abermals das Lottofieber. 4,7 Millionen Euro gibt's bei der Lottoziehung zu holen. Und bereits Dienstagabend geht es um noch viel mehr Geld: Bei den Euromillionen werden im Hauptgewinnrang noch nie da gewesene 190 Millionen Euro ausgespielt. Kein Wunder, dass die Steirer die Trafiken stürmen. 60 Millionen Tipps werden europaweit erwartet, etwa 500.000 davon in der Steiermark - die Tipps für den Lotto-Dreifachjackpot noch gar nicht eingerechnet.
Überhaupt sind die Steirer dem Spiel um die Millionen sehr zugetan. Sowohl beim klassischen Lotto als auch bei den Euromillionen geben sie überdurchschnittlich viele Tipps ab, bestätigt man bei den Lotterien. 90 Millionen weiß-grüne Tipps sind es jährlich beim klassischen Lotto, 23 Millionen bei den Euromillionen. Und immerhin: 370 Lottosechser von bundesweit 2583 sind seit der ersten Runde im Jahr 1986 schon in die Steiermark gewandert. Den höchsten steirischen Lotto-Einzelgewinn sicherte sich mit 5,9 Millionen Euro ein Glücklicher nach einem Dreifachjackpot im Mai 2004. Bei den Euromillionen-Gewinnen führt der eingangs erwähnte Ex-Bürgermeister die Hitliste an.
Und welche Wünsche sind es, die sich die Steirer mit dem gewonnenen Geld am liebsten erfüllen? Ganz oben steht laut Aufzeichnungen der Lotterien ein eigenes Haus im Grünen, gefolgt von exklusiven Urlaubsreisen und neuen Autos. Nicht jeder lässt sich vom Großgewinnbetreuer der Lotterien im Umgang mit den frisch erhaltenen Millionen beratschlagen. "Manche Gewinner kommen nur zum Schalter, erledigen die Formalitäten und lassen sich das Geld überweisen", sagt Lotterien-Sprecherin Gerlinde Wohlauf.
Dass es auch möglich ist, mehrmals zu gewinnen, bewies eine Steirerin in den Neunzigerjahren: Sie tippte 1993 einen Sechser mit 18,8 Millionen Schilling und wiederholte ihr Kunststück fünf Jahre später mit einem zweiten Sechser - diesmal im Wert von 9,6 Millionen Schilling.
Auf Ähnliches spekuliert anscheinend jener Steirer, der vor drei Jahren die 50 Millionen Euro gewonnen hat. "Ich spiele heute mit Sicherheit wieder bei den Euromillionen mit", sagt er zur Kleinen Zeitung. Und wenn er abermals gewinnt? "Dann bringe ich Sturm und den GAK in die Champions League."
















