Schwarzes Messerwetzen
Der Kampf um die Listenplätze ist in Siegfried Nagls ÖVP eröffnet, seit der Parteivorstand das Vorzugsstimmenmodell beschlossen hat.
Die Hürde, um auf wählbare Plätze zu kommen: 300 Vorzugsstimmen. Doch rittern wahre Karrieristen um Stadtratsposten, nicht um Gemeinderatssitze. Und so werden honorige Stadträte wieder einmal aus den eigenen Reihen angepatzt.
Das jüngste Totschlaggerücht über VP-Finanzstadtrat Gerhard Rüsch: Man schiebt ihm die Schuld an der Reininghaus-Schlappe bei der Befragung zu. Er habe den Grazern die Vision nicht richtig verkauft. Und die Intriganten wollen ihn richtig meucheln: Er sei einst mit Baudirektor Bertram Werle auf Einladung des damaligen Asset-One-Vorstandes Ernst Scholdan zur Reininghaus-Präsentation nach Cannes geflogen. So soll Rüsch, der bis 2015 Stadtrat bleiben will, noch vor der Wahl 2013 beseitigt werden. Die Reise gab es zwar, aber als von der Stadt bezahlte Dienstreise zum Stand der städtischen Immo-Tochter GBG auf der Immobilienmesse in Cannes. Dort habe man auch den Reininghaus-Termin besucht, "um zu zeigen, dass die Stadt zum Projekt steht", erzählt Werle, der die Dienstreise-Abrechnung auch belegen kann.
Dass Nagl weiß, wie die Messer gegen seinen Regierungskollegen gewetzt werden, schließen Insider aus.














Derzeit gibt es hier keine Fotos zu diesem Thema.
