Neuhold und Stangl vor dem Absprung
Die beiden steirischen Talente Florian Neuhold und Stefan Stangl sehen keine Chance beim SK Sturm und suchen sich neue Klubs. Mit Mario Haas plant Trainer Hyballa nicht mehr.

Foto © GEPAFlorian Neuhold möchte von Sturm weg
Peter Hyballa ist stolz auf seine Mannschaft. Weniger die spielerische Leistung beim 1:0-Auswärtssieg in Wien hat den Sturm-Trainer überzeugt. Es war mehr der Zusammenhalt der Mannschaft auf dem Platz, der Hyballa gefallen hat. Trotz eines Handgemenges beim Training sei die Mannschaft intakt. Emotionen gehören zum Training. Es war nicht das erste Mal, dass sich Spieler beim internen Turnier am Dienstag in die Haare gerieten sind. "Jeder will gewinnen", erklärt Darko Bodul. Da geht's eben heiß her. Diese Vorfälle soll man nicht überbewerten, man ist um Ruhe bemüht.
Doch die schriftliche Abmahnung für Imre Szabics aufgrund einer disziplinären Verfehlung sowie das Gespräch zwischen Trainer und Mario Haas, in dem der Sturm-Legende mitgeteilt wurde, dass man ohne ihn plant, tragen nicht zur Beruhigung bei. Nun stehen zwei Spieler vor dem Absprung, die noch vor wenigen Wochen als hoffnungsvolle Talente gehandelt wurden. Florian Neuhold und Stefan Stangl werden Sturm verlassen, sind darauf bedacht, in der Bundesliga auf Einsatzminuten zu kommen. Stangl: "Es ist leider nicht so gekommen, wie ich gedacht habe. Jetzt suche ich eben meine Chance bei einem anderen Verein." Wohin es geht, soll sich Ende der Woche entscheiden.
Noch ein Neuer?
Wie sehr der Kader schrumpfen wird, ist ungewiss. Glaubt man Gerüchten, soll personell nachgerüstet werden. Andere Spieler wie Christoph Kröpfl, Leo Kaufmann oder David Schloffer scheinen sich in die Mannschaft zu spielen, wollen ihre Chance nützen. Wer am Samstag in Mattersburg seine Chance bekommt, verrät Hyballa nicht. Aufgrund der Adduktorenverletzung von Jürgen Säumel wird es zumindest eine Umstellung geben. Szabics und Kaufmann (beide Muskelprobleme) sind wieder fit.
In Mattersburg soll es zumindest für einen Punkt reichen. Denn der jüngste Sieg der Burgenländer gegen die Schwarz-Weißen datiert vom 9. Dezember 2006. Hyballa will die Mattersburger aber nicht in die Imageschublade der kämpfenden Mannschaft stecken. Die Burgenländer hätten Salzburg trotz der 2:3-Niederlage bei einigen Aktionen ausgespielt. "Wir sind gewarnt und müssen 90 Minuten Gas geben", sagt Hyballa, der von einer sehr guten Trainingswoche mit Qualität sprach.












