"Pflanz" hinterm Friedhof
2008 gepflanzt, 2012 abgeholzt: Geschichte einer Schildbürgerei und der Hochwasser-Sanierungen am Ragnitz- und am Leonhardbach.

Foto © HeckeSchweres Gerät für Weidenbeseitigung
Abschnitt um Abschnitt sorgt die Verlegung der 110-kV-Leitung der Energie Steiermark durch den Grazer Osten für Aufregung. Gab es 2010 wegen gefällter Bäume im Schillerpark Ärger, schütteln nun Anrainer hinter dem Leonhard-Friedhof den Kopf. Aufgrund der Vorgeschichte jedoch noch heftiger.
Wir schreiben 2007: Die Baubezirksleitung Graz-Umgebung schlägert 40-Meter-Fichten am Leonhardbach-Ufer entlang der Friedhofsmauer und schafft Platz für Unkraut. Dort gedeihen nun Eindringlinge wie der Japanische Staudenknöterich, die Langzeitarbeitslose Jahr für Jahr ausrupfen, um sie zurückzudrängen.
2008 gestaltete man das Ufer naturnahe und pflanzte unzählige Weiden, die seither teils acht Meter emporgewachsen sind. Gestern haben Arbeiter sie nach vierjähriger Wachstumsphase umgesägt. Damit die Estag ihr Stromkabel eingraben kann, das auch den neu entstehenden Med-Uni-Campus versorgen wird. Estag-Sprecher Urs Harnik betont: "Die Fällungen sind genehmigt."
Nun soll der Bachlauf hochwassersicherer und naturnah gestaltet werden. Hieß es doch beim Radweg erst in der Vorwoche wieder "Land unter". Im Büro von Bürgermeister Siegfried Nagl beruhigt Walther Nauta: "101 Weiden werden gefällt, aber es werden dann im Zuge der Neugestaltung 326 neu gepflanzt und zusätzlich 564 Sträucher."
Noch diese Woche am Freitag soll übrigens die beim Hochwasser beschädigte Brücke über den Ragnitzbach (auf Höhe des Bezirkssportplatzes) saniert und wieder freigegeben sein.
















