Leichtathletik: Wenn harte Arbeit Früchte trägt
Steirisches Team bei österreichischen Nachwuchs-Meisterschaften mit 29 Medaillen, zehn in Gold.

Foto © kkFelix Ramprecht
Es hat Zeiten gegeben, da lag die steirische Leichtathletik ziemlich darnieder. Medaillen bei österreichischen Meisterschaften waren Mangelware, die Teilnehmerzahlen bei Meisterschaften waren alarmierend niedrig. Die Talsohle ist durchschritten, wie die österreichischen Meisterschaften der U18 und U23 in Amstetten beweisen. 29 Medaillen hat das StLV-Team dort geholt, zehn davon in Gold gehalten. Herausragende Athleten waren der Knittelfelder Felix Ramprecht, der über 800 und 1500 Meter gewonnen hat und die Grazerin Djeneba Toure vom ATG, die zwei Mal Gold (Kugel und Diskus) und einmal Silber (Speer) geholt hat. Und ihr Klubkollege Philipp Benda sorgte über 110 Meter Hürden sogar für einen steirischen Rekord.
Über die Gründe des Aufschwungs meint Martin Zanner, Sportwart des steirischen Verbandes: "Wir haben schon vor zwei Jahren begonnen, das Funktionsärsteam zu verjüngen. Es ist in dieser Zeit ein neuer Geist entstanden. Wir haben auch ein neues Fördersystem eingeführt, das den Athleten mehr Anreize bietet", sagt der Leibnitzer. Dadurch wurde auch wieder mehr Breite in die steirische Szene gebracht. Medaillen für Knittelfeld, Irdning, Mürzzuschlag, Kapfenberg, Leibnitz und den ATG sind der beste Beweis dafür. "Wir haben neue, engagierte Trainer und Funktionäre gefunden und routinierte Trainer mit neuem Feuer versehen", beschreibt es Zanner.
Langfristige Ziele wie die Olympischen Spiele 2016 oder 2020 sind für Zanner kein Thema. "2013 gibt es U20-Europa- und U18-Weltmeisterschaften. Es ist unser Ziel, etwa fünf Steirer zu beiden Veranstaltungen zu entsenden", sagt der Sportwart. Ein weiteres Ziel für das nächste Jahr verrät Präsident Thomas Iraschko. "Wir würden gern ein internationales Nachwuchs-Meeting in der Steiermark etablieren, mit schönem Ambiente und Preisgeld als Anreiz."
Zu diesem Zweck soll das Stadion in Eggenberg wachgeküsst werden, was natürlich auch ein weiteres Problem lösen könnte, nämlich die Trainingssituation in der Landeshauptstadt. "Ein Leichtathletik-Bundesleistungszentrum in der Studentenstadt Graz wäre das große Ziel", sagt Zanner.












