GAK kann vorerst in Trainingszentrum bleiben
Zur Zwangsversteigerung kommt Räumungsklage der Investoren gegen den GAK dazu. Doch vorerst sei der Verbleib gesichert. Nagl will heute mit Vertretern der anderen Parteien klären, ob die Stadt das Zentrum kaufen soll.

Foto © HOFFMANNWolken über dem GAK-Trainingszentrum in Weinzödl: Hinter den Kulissen wird hektisch verhandelt
Bestandsverträge, Superädifikat, Darlehen: Das über Jahre aufgebaute Konstrukt hinter dem GAK-Trainingszentrum in Weinzödl wäre kompliziert genug - nun überschlagen sich auch noch die Ereignisse. Wie berichtet, hat die zuständige Bank die Zwangsversteigerung eingeleitet.
Damit nicht genug: Jene Investoren, die 2007 die Anlage übernommen haben, brachten eine Räumungsklage gegen den GAK ein. "Die Bank hat in Hinblick auf eine Verwertung auf diese Klage gedrängt", erklärt Ralph Schilcher, einer der Investoren.
"Das stimmt nicht", meint man seitens der Bank für Kärnten und Steiermark (BKS) zur Kleinen Zeitung. BKS-Anwalt Wolfgang Dlaska bestätigt aber, "dass auf Antrag meiner Mandantin ein Zwangsversteigerungsverfahren für das GAK-Trainingszentrum eingeleitet wurde".
Einen Mietrückstand über 125.000 Euro seitens des GAK gibt indes auch dessen Präsident Benedikt Bittmann zu: "Wir zahlen monatlich 6000 Euro, aber die Investoren wollen das Doppelte, das ist utopisch." Ja, die Räumungsklage sei da, "aber es gibt eine Vereinbarung, dass wir jetzt einmal bleiben können". Überhaupt werde noch verhandelt.
Am Donnerstag trifft auch Bürgermeister Siegfried Nagl Vertreter der anderen Parteien, um zu klären: Soll die Stadt das Trainingszentrum um kolportierte 1,7 Millionen Euro kaufen? Während manche dafür plädieren, wollen andere die Finger der öffentlichen Hand davon lassen - die Stadt habe genug gezahlt. Wie viel genau, konnte gestern im Rathaus nicht beantwortet werden.
Übermittelt wurden zumindest folgende Kosten: 2004 übernimmt die Stadt Graz ein Drittel, also rund 2,2 Millionen Euro, für den Bau des Trainingszentrums. Zudem stemmt sie knapp 580.000 Euro Aufschließungskosten.
Doch schon 2002 wurde die Stadtkasse erstmals geöffnet: Die Stadt mietete das Areal in Weinzödl vom Eigentümer, der "Stadtwerke AG" (heute Holding Graz), an - und gab es dem GAK in Unterbestand. Mittlerweile zahlt das Sportamt jährlich 40.000 Euro Miete an die Holding.


















