Roter Wahlkampf mit alten Hüten
Schröcks Themen hat Ex-SP-Chef Riedler schon 2009 gehabt.
Mehr direkte Demokratie - mit Befragungen, aber auch mit Bürgerfragestunden im Gemeinderat, wo die Grazer ihre Anliegen der Stadtregierung selbst vortragen können, hat sich SPÖ-Vorsitzende Martina Schröck auf ihre Fahnen geheftet (siehe links). Teil zwei ihrer laufenden Wahlkampagne ist die Aktion "Mehr Flair für Graz", in deren Rahmen sie via Homepage (www.mehrfuergraz.at), aber auch über Ideenboxen auf Plakatwänden die Ideen der Bürger für ihre Stadt sammelt.
Den Ex-Parteichef der Stadtroten, Wolfgang Riedler, wird da so manches Déjà vu plagen. Hat er doch mit seinem damaligen Spitzenteam im Mai 2009 all das präsentiert. Auch die Ideensammlung unter Bürgern in allen Bezirken hatte er damals schon gestartet. Und er hat die Idee, Befragungen zu heißen Eisen durchzuführen, damals deutlich vor ÖVP-Chef Siegfried Nagl präsentiert.
Was Schröck und Nagl also derzeit in ihren Kampagnen so treiben sind vielfach alte Hüte, die Riedler einst als SP-Chef, die er markentechnisch in die (Kurzzeit-)Bewegung die "Grazer Sozialen" ummodeln wollte, vorweggenommen hat. Nur, dass er dann im internen Zwist der krisengebeutelten SPÖ gegen die in Folge Kürzestzeit-Vorsitzende Elke Edlinger den Kürzeren gezogen hatte. BERND HECKE
















