Viele schauten, was die Steirer in Marburg machen
Donnerstag wurde in der Kulturhauptstadt "Maribor 2012" die von Elisabeth Arlt gestaltete Schau über die slowenische Steiermark eröffnet. Resonanz: Sehr gut.
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Donnerstag Abend fielen die Anspannung und der Stress der letzten Wochen von Elisabeth Arlt ab: Die Eröffnung der von ihr kuratierten Ausstellung "Gledat, kaj delajo - Schauen, was sich machen" im ehemaligen Casino in Marburg verlief erfolgreich, das Interesse war groß, in der Steiermark genauso wie in der Stajerska. "Ich bin total glücklich und entspannt, das Feedback war überwältigend", freute sich die Pavelhaus-Leiterin. Mehr als 100 Personen, gut die Hälfte davon aus Österreich, waren nach Maribor gekommen.
Was sie dort sahen: Einblicke in die Geschichte und Kultur des slowenischen Lebens in der Steiermark - von den ersten Besiedlungen im heutigen Grenzraum über den Wegfall der Untersteiermark, den Zehntageskrieg in Gornja Radgona bis hin zum Pavelhaus und dem heutigen Zusammenleben. Zu sehen sind auch eine beeindruckende Fotoausstellung mit Werken von Branko Lenart, Stojan Kerbler oder Andrej Kau?i? sowie einige bäuerliche Alltagsgegenstände. "Es ist wichtig, dass die slowenische Steiermark nach Marburg geht. Dort hat man sofort Ja gesagt", freut sich Elisabeth Arlt über die Zusammenarbeit mit der Europäischen Kulturhauptstadt 2012.
Zwar ist das Budget mit 20.000 Euro recht knapp bemessen, dies wurde durch das Engagement von Arlt und ihren Kollegen Christian Promitzer (wissenschaftliche Begleitung), Barbara Predin, Sebastian Walcher, Susi Weitlaner (Übersetzung), dem Graphiker Matja? Wenzel und dem Grazer Designerinnen-Duo "Resanita" (Resa Pernthaller und Anita Fuchs) aber mehr als wettgemacht.
Sehr eingesetzt hat sich auch Pavelhaus-Mitarbeiter David Kranzelbinder: Der gebürtige Diepersdorfer, Germanistik- und Geschichte-Student, hat in den vergangenen Wochen zahlreiche Interviews mit Slowenischsprachigen in der Steiermark geführt - in Graz genauso wie im Grenzraum. "Ich wollte wissen, wie sie mit ihrer Zweisprachigkeit leben", so Kranzelbinder. Die Gespräche wurden in einem Film zusammengefasst, der ebenfalls im alten Casino zu sehen ist.















