Menschlichkeit fuhr mit
Busfahrer half blindem Mädchen sicher über die Straße.

Foto © FuchsMenschlich gehandelt hat Claus Strasser: "Habe nur meine Pflicht getan"
Oft genug kommen Bus- und Straßenbahnfahrer bei den Fahrgästen nicht gut weg. Manchmal wohl auch zu Recht. Ein Grazer Polizeioffizier hat sich nun aber bei der Kleinen Zeitung gemeldet, um die menschliche Haltung eines Buslenkers der Holding Graz Linien zu würdigen. Und auch das absolut zu Recht.
Oberstleutnant Joachim Huber fuhr kürzlich mit einem Bus der Linie 33 von einem dienstlichen Termin in der Innenstadt zurück zum Landespolizeikommando und beobachtete Folgendes: "Rund 50 Meter nach der Haltestelle Klusemannstraße versuchte ein blindes, offensichtlich orientierungsloses Mädchen mit ihrem Blindenstock die Orientierung zu finden. Der Busfahrer blieb stehen, öffnete die Türe und fragte das Mädchen, ob er helfen könne." Dieses wollte mit dem Bus 33 Richtung Jakominiplatz. Buslenker Claus Strasser stieg aus und führte das Mädchen über die Straße in die Nähe der richtigen Haltestelle.
Damit nicht genug: "Er hielt kurz danach den entgegenkommenden Bus an und bat die Lenkerin, das Mädchen sicher zum Jakominiplatz zu bringen."
Eine wahrlich menschliche Geschichte, die den Polizeioffizier veranlasste, diese Geschichte in einem Brief auch der Holding Graz zu schildern - und dabei gratulierte er den dortigen Verantwortlichen zu "solchen Mitarbeitern".
"Herr Strasser ist ein Beispiel für viele Kollegen, die im Alltag jeden Tag ihr Bestes geben", freut sich Holding-Direktorin Barbara Muhr. Bei der Schulung sei der Umgang mit behinderten Menschen ein besonderer Schwerpunkt. HANS ANDREJ

















