Sozialpass: Ab Herbst mit billiger Öffi-Karte
Eigener Pass soll sozial schwachen Grazern Vergünstigungen garantieren - etwa eine Jahreskarte für Bus/Bim um 50 Euro.

Foto © Kanizaj
Es gibt ein politisches Leben nach dem Ende der Koalition: Gemeinsam enthüllten am Donnertsag Verkehrsreferentin Lisa Rücker (Grüne) und Finanzstadtrat Gerhard Rüsch (VP), dass die Finanzierung einer billigen Öffi-Jahreskarte für sozial schwache Grazer endlich gesichert sei. Diese lieben Grüße schickten sie auch an SP-Sozialstadträtin Martina Schröck, die den Ball erfreut aufnahm: "Jetzt kommt ab Herbst ein g'scheiter Sozialpass."
Seit mehr als einem Jahr wird im Rathaus um den Sozialpass gerungen. Dieser soll sozial schwachen Grazern viele Vergünstigungen ermöglichen - eben auch eine Jahreskarte für die Graz-Linien um 50 Euro. Doch bislang hieß die entscheidende Frage: Und wer zahlt's?
Wir, betonten am Donnerstag Rüsch und Rücker. In den Genuss dieser Karte sollen Grazer kommen, die nur bis zu 902 Euro monatlich verdienen. Laut Sozialamt wären dies rund 15.000 Personen. "Die Holding Graz würde 1,5 Millionen Euro verlieren. Diesen Verlust decken wir über unsere Ressorts ab", so Rüsch und Rücker.
Damit habe man die größte Hürde in Richtung Sozialpass weggeschafft. Nachsatz: Sollte dieser im Herbst nicht stehen, könnten VP und Grüne die Karte auch auf eigene Faust anbieten.
Doch Stadträtin Schröck betont: "Der Sozialpass kommt ab 1. Oktober. Samt Öffi-Jahreskarte." Langfristig sei es aber damit nicht getan: Auch jene, die bis zu 1031 Euro verdienen, sollen einzelne Vergünstigungen erhalten.
















