Ungewollter Trikottausch bei der unverhofften Premiere
Fabian Kandolf und Christoph Dressler spielten erstmals beim Grand Slam in Klagenfurt und legten eine Talentprobe ab.
BEACHVOLLEYBALL. Anmeldungen gibt es für das Grand- Slam-Turnier in Klagenfurt genügend. Doch mitspielen dürfen am Ende genau 56 Mannschaften pro Geschlecht. 24 stehen fix im Hauptbewerb, weitere 32 kämpfen in der Qualifikation um die letzten acht Plätze für die Gruppenspiele.
Der Grazer Fabian Kandolf (19) und der Gosdorfer Christoph Dressler (18) hatten sich für Klagenfurt angemeldet. Trotz nationaler Erfolge (drei B-Cup-Siege) waren sie international ein unbeschriebenes Blatt und mussten sich aufgrund der fehlenden Punkte ganz hinten anstellen. Dennoch ging das Duo zum Technical Meeting ("Wir wären ohnehin als Fans in Klagenfurt gewesen"), bei dem die 32 Teams für die Qualifikation ausgewählt werden, allerdings nur bei Anwesenheit.
Und tatsächlich: Eine iranische Paarung erschien nicht. So rutschten Kandolf/Dressler in die Qualifikation, in der die topgesetzten Kasachen Sidorenko/Dyachenko warteten. Die Nervosität bei der Klagenfurt-Premiere war auf dem Court 2 spürbar und sorgte für ein Kuriosum.
Denn die jungen Steirer zogen jeweils das Trikot des anderen an und wurden vom Schiedsrichter nach dem ersten gespielten Punkt darauf hingewiesen, sie zu wechseln. "Wir müssten lügen, wenn wir nicht zugeben würden, dass wir nervös waren", erzählten die Steirer, die die Partie mit 0:2 (16:21, 16:21) verloren, aber eine Talentprobe ablegten. "Wir haben das erste Mal gegen so ein starkes Team gespielt und sind überrascht, dass der Unterschied nicht größer war."
Nach Platz 41 und den ersten 24 Punkten für die Rangliste ist das Duo auf den Geschmack gekommen und will nächstes Jahr nach Klagenfurt zurückkehren: "Es war auf dem Court 2 spitze, aber auf dem Centre-Court zu spielen, wäre die Erfüllung eines Kindheitstraums." MICHAEL LORBER
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