Raub war nur vorgetäuscht
Grazer gab an Anfang Juli von zwei Unbekannten wegen Zigaretten brutal überfallen worden zu sein. Bei einem Tatortaugenschein verstrickte er sich immer mehr in Widersprüche und gestand schließlich, den Überfall erfunden zu haben.

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Anfang Juli gab ein 22-jähriger Grazer bei der Polizei an, in einem Innenhof in der Grazer Idelhofgasse von zwei Unbekannten überfallen, geschlagen und verletzt worden zu sein. Wie sich nun herausstellte, war alles frei erfunden. Der Beschäftigungslose hatte die Polizei über Notruf verständigt. Gegenüber den Beamten gab er an, von zwei Unbekannten nach einer Zigarette gefragt worden zu sein. Als er keine hergab, hätte ihm der Täter ins Gesicht geschlagen und ihn dadurch leicht verletzt. Der zweite Unbekannte hielt ihn fest und nötige ihn seine Zigaretten herauszugeben. Der Grazer konnte eine detailreiche Täterbeschreibung abgeben, sogar den Parfumgeruch konnte er beschreiben.
Bei einem Tatortaugenschein am Donnerstag durch Beamte des Kriminalreferates verstrickte sich der Grazer im Zuge der Vernehmung immer mehr in Widersprüche und gestand schließlich, den Überfall erfunden zu haben.
Als Motiv gab er an, unter Einsamkeit gelitten zu haben und ein notorischer Lügner zu sein. Er wird wegen Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung und falscher Beweisaussage vor der Kriminalpolizei an die Staatsanwaltschaft Graz angezeigt.













