Hier spielt die Straßenmusik
Laut Verordnung gibt es im Stadtzentrum nur noch vier Plätze, an denen Musiker aufspielen dürfen. Zusätzlich braucht jeder Straßenmusiker eine Platzkarte, die er nur an drei Tagen in der Woche bekommt.

Foto © Erwin ScheriauSujet
Es dürfte ein hartes Gerangel werden. Wenn in wenigen Tagen die neue, strengere Straßenmusikverordnung in Kraft tritt, gibt es in der begehrten Innenstadt nur noch vier Plätze, an denen Musiker auftreten dürfen: vor dem Landhaus in der Herrengasse, beim Rathaus am Hauptplatz, bei der Bank Austria in der Herrengasse und beim Eisernen Tor. Überall sonst im Zentrum hat es sich ausgespielt.
Laut neuer Verordnung muss nämlich ein Mindestabstand zum nächsten Geschäftseingang von fünf Metern eingehalten werden; bisher waren es drei Meter. In der Innenstadt drängen sich die Geschäfte dicht aneinander, sodass nur diese vier Plätze in der Top-Lage übrig bleiben.
Platzkarte
Und: Jeder Straßenmusiker oder jede Gruppe braucht in der Innenstadt eine Platzkarte, die er nur an drei Tagen in der Woche bekommt. Das soll das Gerangel um die Top-Plätze dämpfen und für Abwechslung sorgen.
Das Ziel, das Thomas Rajakovics, Sprecher von Bürgermeister Siegfried Nagl, mit der Reform verbindet: "Wir wollen einerseits die Qualität heben und andererseits die Musiker besser über die Stadt verteilen." Derzeit konzentriere sich alles auf die Herrengasse, was für Anrainer und jene Menschen, die dort arbeiten, oft nur schwer erträglich sei, so Rajakovics. Daher hat die ÖVP mit FPÖ und BZÖ diese neue Verordnung beschlossen.
Die Platzkarten brauchen die Straßenkünstler nur innerhalb dieser Zone im Zentrum (sie deckt sich mit der Alkoholverbotszone), überall sonst kann sieben Tage die Woche gespielt werden. "Es wäre für das Flair in der Stadt gut, wenn etwa am Südtirolerplatz, am Lendplatz oder am Andritzer Hauptplatz auch Straßenmusiker spielen würden", so Rajakovics.


















