Jetzt brennt der Helm
Über eine Auflösung der Freiwilligen Feuerwehr diskutiert heute - auf Antrag des BZÖ - der Grazer Gemeinderat.
Brenzlig ist ein Hilfsausdruck. Schon oft war die Freiwillige Feuerwehr Graz in der Kritik, im heutigen Gemeinderat wird aber erstmals deren Auflösung diskutiert. BZÖ-Mandatar Georg Schröck bringt dazu einen ,,Dringlichen Antrag" ein: Die Stadt soll bis Herbst prüfen, wie dieses Projekt "ohne weiteren finanziellen Schaden für die Stadt rückabgewickelt werden kann".
Schröck: "Nichts gegen das Engagement der Einzelnen, aber die Freiwillige Feuerwehr in Graz funktioniert nicht." Es würden keine echten Einsätze durchgeführt, sondern nur Brandsicherheitswachdienste bei Veranstaltungen. "Und dafür bekommen sie auch extra bezahlt."
Das BZÖ steht mit seiner Kritik nicht alleine da. SP, Grüne, KP und FP wollen dem Antrag zustimmen. SP-Chefin Martina Schröck: "Nur für die Brandsicherheitswache brauchen wir keine Freiwillige Feuerwehr, da können wir eine eigene Firma gründen." Für sie stimmt die Kosten-Nutzen-Rechnung nicht: Für rund 25 Feuerwehrleute, die regelmäßig Dienst versehen, hat die Stadt seit 2009 über eine Million Euro ausgegeben. "Es gibt genügend andere Einsatzorganisationen, wo sich die Menschen ehrenamtlich betätigen können."
Stefan Schneider (Grüne) kritisiert ebenfalls die hohen Kosten. "Auch wenn sich die neue Führung sehr positiv von der alten unterscheidet."
Und auch der Stadtrechnungshof hat zuletzt in einem Bericht die Freiwillige Feuerwehr zerpflückt. So sei in der Anfangszeit keine Buchführung durchgeführt und so ein Schaden von rund 21.000 Euro verursacht worden; viele Ausgaben seien unnötig oder deutlich überzogen.

















