Fresenius Kabi Austria: 160 Jobs um 34 Millionen
Arzneimittelhersteller Fresenius Kabi baut in Graz und Werndorf weiter aus. Eine Großinvestition bringt 160 neue Arbeitsplätze.

Foto © Fresenius Kabi
Fresenius Kabi in Graz-Puntigam "platzt aus allen Nähten", stellt Geschäftsführer Oskar Haszonits fest - und wirkt dabei sehr zufrieden. Der Hersteller und Entwickler von Produkten für die Infusions- und Ernährungstherapie schaffte im Vorjahr ein Wachstum im zweistelligen Bereich; der Umsatz in Österreich mit den Standorten Graz und Linz kletterte um ein Fünftel auf 327 Millionen Euro. Seit 2008 stieg außerdem die Zahl der Mitarbeiter von 756 auf aktuell 1040, wovon wiederum mehr als 600 in Graz beschäftigt sind.
Und bald sollen es noch mehr sein. Mit einer Investition von 34 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren wird Fresenius Kabi vier neue Produktionslinien in Graz aufbauen und 160 neue Arbeitsplätze schaffen, von denen ein Teil auf das Logistikzentrum in Werndorf entfällt. In der neuen Produktion werden Infusionslösungen in Kunststoff- oder Glasbehältern für den medizinischen Bedarf hergestellt, außerdem wurde in Graz mit der im gesamten Fresenius-Konzern ersten Fertigspritzenproduktion begonnen.
"Die Steiermark ist ein auch im internationalen Vergleich sehr konkurrenzfähiger Pharma-Standort", sagt Haszonits. Das Wachstum, das auch heuer zweistellig ausfallen soll, kommt teils aus der steigenden Nachfrage nach Rohstoffen, die in Linz hergestellt werden. Zum anderen Teil aus dem Konzern: Fresenius Kabi ist weltweit tätig und eine Sparte des deutschen Medizintechnik- und Gesundheitsunternehmens Fresenius SE, das global 160.000 Menschen beschäftigt.
Die Standorte in Österreich exportieren zu 82 Prozent nach Europa und Nordamerika. In der Steiermark hat sich Fresenius Kabi zu einem Leitbetrieb des Humantechnologie-Clusters entwickelt, der 78 Mitglieder zählt. Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann (VP) begrüßt die Großinvestition.
















