Serieneinbrecher in Köflach festgenommen
Das Duo wurde in Köflach geschnappt. Den zwei Männern konnten bisher 36 Einbrüche - vorwiegend im Bezirk Voitsberg - nachgewiesen werden. Schulen, Gasthäuser, Firmen und Büros waren die Tatorte.

Foto © KRUSCHIngolf Hörmann und Wolfgang Hohenecker von der Polizei Köflach konnten Einbrecher fassen, die seit einem halben Jahr mehr als 60 Einbrüche begangen haben
Wer Wolfgang Hoheneckers Erzählungen aus dieser einen Nacht zuhört, kann auf den "Tatort" Sonntagabend getrost verzichten. Es war ein Mittwochmorgen, um 1.40 Uhr, als der Köflacher Polizeibeamte gemeinsam mit seinem Kollegen Ingolf Hörmann durch einen glücklichen Zufall auf jene Serieneinbrecher traf, die im Bezirk schon seit Oktober 2011 ihr Unwesen trieben (siehe Bericht links). "Sie waren für uns gleich verdächtig", meinen die Beamten rückwirkend. "Anfangs waren sie bei der Personenkontrolle ja noch kooperativ", sagt Hohenecker. "Aber als wir sie auf den Gegenstand unter ihre Weste ansprachen, wurden sie sichtlich nervös." Zu den Münzrollen meinte einer der Täter: "Ich bin Spieler und trage mein Geld immer so mit mir herum." Spätestens da war den Beamten klar, dass sie durch Zufall einen Volltreffer gelandet hatten.
"Und wir hatten doppelt Glück", sagt Hörmann. "Hätten wir die beiden vor ihrem Diebstahl im Schotterwerk gesichtet, wir hätten sie nicht festnehmen können." Das Bargeld unter der Weste gab den Beamten jedoch die Möglichkeit einzugreifen.
Zu Fuß unterwegs
Was dann geschah, klingt wirklich nach Krimi. "Ich habe einen der beiden im Bus fixiert, Ingolf bemühte sich, den Zweiten im Freien unter Kontrolle zu bringen." Erst nach einigem Ringen konnten die Verdächtigen mit Handschellen gesichert werden.
Warum die Verdächtigen so lange unerkannt im Bezirk ihr Unwesen treiben konnten (der Gesamtschaden beträgt immerhin 52.000 Euro)? "Weil sie zu Fuß unterwegs waren", so die Beamten. "Sie kamen mit dem Zug oder ließen sich von Freunden herbringen. Wenn sie auf Diebestour waren und ein Auto gesehen haben, konnten sie sich schnell verstecken und haben keine Spuren hinterlassen." Das Landeskriminalamt ermittelt noch österreichweit gegen die beiden Täter.
















