Bürgerumfrage: 32.000 stimmten bereits ab
Doch einige Grazer haben noch immer kein Kuvert. Plakative Aktion der Grazer SPÖ.
Kalt-warm spielt es für die Initiatoren der laufenden "Bürgerumfrage": Noch bis 15. Juli wollen ja ÖVP und SPÖ wissen, wie die Grazer zum Kauf des Reininghausareals sowie zu einer Umweltzone stehen.
Kritik kommt nun nicht nur in Hinblick auf eine mögliche Verletzung des Datenschutzes - sondern auch von Grazern, die weiterhin auf ein Kuvert samt Code warten. Einige haben sich erbost bei der Kleinen Zeitung gemeldet. "Wie bei der Nagl/ÖVP-Umfrage haben auch diesmal meine Gattin und ich keine Unterlagen erhalten", ärgert sich etwa ein Grazer (Name der Redaktion bekannt).
Im Rathaus habe er eine interessante Antwort geerntet: "Probleme bei der Postzustellung haben wir bereits feststellen müssen", hieß es in einer E-Mail.
Ein anderer Grazer wiederum gab zu bedenken, dass er zwar die kleine Info-Broschüre, aber kein Rücksendekuvert erhalten habe.
Ursula Hammerl, Leiterin des Präsidialamtes: "Das kann ich mir nicht vorstellen. Überhaupt liegen uns nur einzelne Beschwerden vor, von einem Problem kann keine Rede sein." Jeder Teilnahmeberechtigte könne sich aber bei der Hotline (Tel. 872-51 51) melden.
Indes lässt der erste Ansturm die Initiatoren jubeln: "Es haben schon 32.000 abgestimmt", bestätigt man im Rathaus. Und: "Interessant ist, dass mehr Leute per Post als im Internet abgestimmt haben."
Mit einer plakativen Aktion legt SP-Chefin Martina Schröck im Wahlkampf nach: In der Conrad-von-Hötzendorf-Straße, gegenüber von der Stadthalle, wurde eine 70 Meter lange Plakatstrecke errichtet. Der Clou aus SP-Sicht: An den Wänden sind "Ideenboxen" angebracht. "Jeder Passant wird dazu aufgerufen, seine Meinung und seine Ideen einzubringen", so Schröck. In den kommenden Monaten tourt man damit durch alle Grazer Bezirke. MICHAEL SARIA
















