Betrunkener Grazer stieg in Kanal und verirrte sich
Nicht ganz so spaßig, wie gedacht, war die Aktion eines 24-jährigen Grazers. Dreieinhalb Kilometer war ein 24-Jähriger in der Grazer "Unterwelt" unterwegs. Polizei und Feuerwehr suchten eineinhalb Stunden nach ihm.

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Die Szenen erinnern an den Wiener Krimi "Der dritte Mann". Was am Sonntag im Grazer Kanalsystem abging, war aber kein Film, sondern pure Realität. Die Polizei jagte im Kanal keinen Schleichhändler, sie suchte mit Hunden nach dem 24-jährigen Grazer Christian P.
Er war die ganze Nacht mit Freunden unterwegs gewesen. Auf dem Weg in ein Frühcafé, gegen 6.30 Uhr, kamen sie an der Ecke Grazbachgasse/Maygasse vorbei, wo sich der Einstieg zum Grazbachkanal befindet. Das Türl war unversperrt. Aus Spaß und Übermut stieg der junge, alkoholisierte Grazer die Betonstiege hinunter in die Grazer "Unterwelt".
Seine Begleiter bemerkten sein Verschwinden erst Minuten später. Sie wollten ihn suchen, mussten aber rasch aufgeben, denn im Kanal war es stockdunkel. Die Freunde alarmierten die Polizei.
Eineinhalb Stunden lang suchten Polizisten, Hundestreifen, Männer der Grazer Berufsfeuerwehr und des Kanalbauamtes nach dem 24-Jährigen. Der irrte inzwischen in völliger Dunkelheit im Kanal, der einerseits unter dem Augartenpark zur Mur und andererseits zum Riesplatz verläuft, umher. Er versuchte sogar bei einem Ausstieg hochzuklettern, stürzte aber ab. Dabei zog er sich leichte Verletzungen (Abschürfungen) zu. Außerdem verlor er sein Handy. Erst im Bereich Hilmteich fand er den Weg ans Tageslicht. "Er war völlig durchnässt und gestunken hat er auch", erzählte ein Polizist.
Als Christian P. wieder in Freiheit war, war er auch wieder so gut wie nüchtern . . .














